Verurteilt wegen Handy-Kurzfilm

ST. GALLEN. In der Stadt St. Gallen hat sich die Staatsanwaltschaft mit einem Handy-Kurzfilm beschäftigt, auf dem zwei bekleidete Knaben einen Geschlechtsakt nachahmen.

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ST. GALLEN. In der Stadt St. Gallen hat sich die Staatsanwaltschaft mit einem Handy-Kurzfilm beschäftigt, auf dem zwei bekleidete Knaben einen Geschlechtsakt nachahmen. Die Behörden waren von einer Schulleitung wegen eines kursierenden Videos mit mutmasslich kinderpornographischem Inhalt eingeschaltet worden. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor.

Inzwischen wurde der Fall untersucht. Die Jugendanwaltschaft sei zum Schluss gekommen, dass der Kurzfilm, auf dem zwei unter 16jährige Knaben zu sehen seien, sexuelle Handlungen unter Minderjährigen darstelle und deshalb unter den Tatbestand der Pornographie falle, teilte die St. Galler Staatsanwaltschaft mit. Die beiden Knaben hatten auf dem Kurzfilm teils entblösst sexuelle Handlungen nachgeahmt. Die Kantonspolizei habe «eine jugendliche Person» ermitteln können, die den 20 Sekunden dauernden Film auf sein Handy geladen und ihn über WhatsApp weiterverbreitet hatte. Sie sei wegen des Besitzes und der Verbreitung von (Kinder-)Pornographie zu einer Arbeitsleistung verurteilt worden.

Die Untersuchung habe keinen Hinweis darauf ergeben, wer den Kurzfilm wo aufgenommen habe, heisst es in der Medienmitteilung des weiteren. Auch die Identität der beiden Darsteller konnte nicht festgestellt werden. (sda)

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