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Verstorbener Asylbewerber: Bund untersucht den Tod

Buchs/Altstätten Ein Asylsuchender ist im Januar im Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten zur Abklärung seiner Identität fotografiert worden. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) untersucht nun, ob dabei alles korrekt ablief. Bilder, die dem «Blick» vorliegen, zeigen den Mann halb bekleidet und in Unterwäsche. Das SEM klärt derzeit, ob im Empfangs- und Verfahrenszentrum in Altstätten gegen interne Weisungen verstossen wurde. Ein junger Georgier musste sich im Asylheim in Altstätten bis auf die Unterhose ausziehen und wurde mit einem privaten Handy fotografiert. Wenige Wochen später ist der 33-jährige Asylbewerber im Kantonsspital St. Gallen verstorben.

In Unterhose von einer Frau fotografiert

Wie der «Blick» schreibt, begann alles Anfang Januar dieses Jahres. Der georgische Asylbewerber sei in Buchs von Grenzbeamten angehalten worden. Zu jenem Zeitpunkt habe er noch alle Papiere gehabt – später, im Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten hätten diese dann gefehlt. Hier habe sich der Mann bis auf die Unterhose ausziehen müssen – vor einer EVZ-Angestellten, die ihn mit ihrem privaten Handy fotografiert haben soll, was verboten ist. Die Bilder lägen sowohl dem «Blick» als auch dem SEM vor.

Auf den Fotos sei erkennbar, dass der Asylbewerber krank gewesen sei. In den Fall Involvierte behaupteten, der Mann habe die nötige medizinische Hilfe aber nicht erhalten. Andere hingegen bestritten dies vehement und sagten, er hätte auch bei bester medizinischer Betreuung nicht gerettet werden können.

Im Spital kollabiert und reanimiert

Tatsache sei: «Der Gesundheitszustand von Z. verschlimmerte sich drastisch. Keine zwei Wochen nach seiner Ankunft in der Schweiz, am 23. Januar, musste der Mann ins Kantonsspital St. Gallen eingeliefert werden. Dort kollabierte er und musste reanimiert werden,» heisst es. Danach habe eine Hirnschädigung vorgelegen. Wenig später verstarb der Mann. Woran genau er litt, ist unklar. Das SEM bestätigte, dass derzeit geklärt werde, ob Mitarbeitende gegen interne Weisungen verstossen oder gar strafrechtlich relevante Handlungen vorgenommen haben. «Sollte dies der Fall sein, so werden wir personalrechtliche Schritte einleiten und allenfalls auch eine Strafanzeige einreichen. (sda/red.)

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