Verstecktes Kleinod wird 50

Seit 50 Jahren wird der Campingplatz durch den Verkehrsverein Buchs betreut. Am letzten Samstag wurde das Jubiläum mit einem kleinen Fest und vielen Gästen gefeiert.

Esther Wyss
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Verkehrsvereinspräsident Andreas Vetsch bedankt sich bei der Platzchefin Margrit Zweifel und ihrem Stellvertreter Sepp Epprecht für die geleistete Arbeit. (Bild: Esther Wyss)

Verkehrsvereinspräsident Andreas Vetsch bedankt sich bei der Platzchefin Margrit Zweifel und ihrem Stellvertreter Sepp Epprecht für die geleistete Arbeit. (Bild: Esther Wyss)

BUCHS. Der Campingplatz befindet sich etwas versteckt hinter dem Marktplatz, unweit des Werdenbergersees, mit Blick auf das Schloss und Städtchen Werdenberg. Gegen Ende der Saison, wenn der Herbst Einzug hält, wird es langsam ruhig auf dem Gelände des Campingplatzes. Die Dauermieter verschliessen ihre Wohnwagen und Vorzelte winterfest, es kommen seltener Passanten und Feriengäste. Vergangenen Samstag feierte der Vorstand des Verkehrsvereins zusammen mit der Platzwartin Margrit Zweifel, ihrem Stellvertreter Sepp Eppenberger und geladenen Gästen das 50jährige Bestehen des Platzes. Christopher Thwaites, Gams, umrahmte die Feier mit Musik auf dem Hackbrett.

Buchs als Ferienort

Andreas Vetsch, Präsident des Verkehrsvereins, hielt eine stimmige Rede. Für Einheimische sei es fast nicht vorstellbar, dass man in Buchs Ferien geniessen könne, meinte er. Aber dann schwärmte er vom Rhein, der wie ein flüssiges Silberband durch die Auen zieht, wie die Föhnstimmung die schönsten Bilder im Tal aufblühen lässt, der Blick sich nach Deutschland, Österreich und Liechtenstein weitet, und wo über dem romantischen Städtchen Werdenberg das stolze Schloss thront. Wo man aber auch einkaufen und kulinarische Köstlichkeiten geniessen kann, da zeige sich Buchs von der schönsten Seite, sagte Vetsch.

Einst ein Schwimmbad

Er dankte der Ortsgemeinde, die den Boden zur Verfügung stellt, erwähnte die grossen Verdienste von Ruth Semadeni, die sich jahrelang für den Verkehrsverein und die Förderung der Tourismusregion eingesetzt hat. Rückblickend erzählte Vetsch, dass da, wo sich heute der Campingplatz befindet, früher ein Schwimmbad war. Ab 1953 diente die Wiese als wilder Campingplatz. Die Toiletten und Duschen befanden sich damals im Werkgebäude am Marktplatz. Im Winter entstand aus der Wiese jeweils eine Eisbahn. Als der TCS den Betrieb des Campingplatzes aufgab, übernahm der Verkehrsverein diese Aufgabe und konnte 1965 mit der Ortsgemeinde einen Vertrag abschliessen. Damit war der Campingplatz offiziell gegründet. Nach und nach wurden bauliche Veränderungen vorgenommen.

Veränderungen geplant

Der Campingplatz ist heute mit drei Sternen qualifiziert. Dass das weiterhin so bleibt, müssen dringend Anpassungen vorgenommen werden. Deshalb werden zurzeit Abklärungen gemacht, da es nicht mehr zeitgemäss ist, dass die WC- und Duschanlagen nicht beheizt sind. Auch über einen geschlossenen Aufenthaltsraum wird nachgedacht. Vetsch ist überzeugt, dass dem Campingplatz eine gute Zukunft beschieden ist, und hofft auf breite Unterstützung von Sponsoren und Gönnern und der Gemeinde und der Ortsgemeinde.

Vetsch bedankte sich auch beim Vorstand des Verkehrsvereins für die aktive und unterstützende Mitarbeit, ohne die es nicht gehen würde. Nach dem Essen bot er für interessierte Gäste eine kurze Führung über das Gelände an und erklärte an Ort und Stelle, was baulich verändert werden soll.