Verrücktsein ist eigentlich gesund

Am Wochenende wurde in Gams Fasnacht gefeiert. Nach der Ü25-Party am Freitag, dem Monsterkonzert und dem anschliessenden Guggenball am Samstag gehörten auch der Kindermaskenball sowie der traditionelle Fasnachtsumzug am gestrigen Sonntag zum Programm.

Christopher Eggenberger
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Von Konfettiregen war im Wetterbericht nicht die Rede. (Bilder: Christopher Eggenberger)

Von Konfettiregen war im Wetterbericht nicht die Rede. (Bilder: Christopher Eggenberger)

GAMS. Der Fasnachtsumzug am Sonntag wurde wieder vom Rettungscorps Gams organisiert und war einmal mehr Anziehungspunkt für Jung und Alt. 50 Wagenbauteams und Guggenmusiken aus der Region, der übrigen Schweiz und dem nahen Ausland kamen dafür nach Gams.

Der Winter verzog sich

Ab 13 Uhr wurde dann der kalten Jahreszeit endgültig der Garaus gemacht und diese entlang der Gasenzenstrasse aus dem Dorf vertrieben. Die Taktik dafür ist äusserst effektiv: Die zahlreichen, aufwendig geschminkten und kostümierten Guggen von nah und fern trommelten und posaunten, lärmten und krachten, so dass der graue Winter zum Rückzug blies.

Den närrischen Tross führten die einheimischen «Gämselibögg» an, die in diesem Jahr unter dem Motto «Die Schöne und das Biest» unterwegs sind.

Abrechnung mit letztem Jahr

Auch die Wagenbaugruppen überboten sich gegenseitig mit ihren ausgefallenen Sujets. Farbenprächtig rollten diese am Publikum vorüber wie das vergangene Jahr. 2015 bekam ohnehin sein Fett weg: So musste sich beispielsweise Noch-FIFA-Chef Sepp Blatter vom FC Gams verballhornen lassen, während der Zug der Narrenzunft Schaan darstellte, wie die S-Bahn «FL.A.CH» fällt.

Die Landjugend Werdenberg mit dem Motto «Krankenhaus» bot unfreiwillige Heilbäder in Konfetti an – und machte klar: Ein bisschen verrückt zu sein ist eigentlich gesund.

Die Landjugend Werdenberg bot «Heilbäder» in Konfetti an – brauchte dafür mitunter aber Überzeugungskraft.

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Was zählt, ist nicht das Aussehen, sondern die inneren Werte.

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Die Junggugga verband den Fasnachtsbrauch mit «Dio de los muertos», einem mexikanischen Festtag, an dem der Toten gedacht wird.

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Ob sie den Bart nach der Fasnacht stehen lässt?

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An der Fasnacht darf man auch von Hexen ein Geschenk annehmen.

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Finstere Gesellen sorgten zwar nicht für Ordnung, aber für Zucht.

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«Dino», der Hausdinosaurier der Familie Feuerstein, war brav wie immer.

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