Verhaltensregeln, Vorschriften und Einschränkungen für Drohnisten

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Auf der Website des Bundes­amtes für Zivilluftfahrt (Bazl) heisst es: «Drohnen sind ferngesteuerte, meist kleinere Fluggeräte. Sie sind rechtlich den Flugmodellen gleichgestellt. Bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm dürfen sie grundsätzlich ohne Bewilligung eingesetzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der ‹Pilot› jederzeit Sichtkontakt zu seiner Drohne hat.»

Soviel zum Grundsätzlichen. Seit dem 1. August 2014 gilt eine wichtige Einschränkung: Ohne Bewilligung dürfen Drohnen nicht über Menschenansammlungen aufsteigen. Es muss ein seitlicher Abstand von 100 Metern zu mehreren Dutzend dicht beieinanderstehenden Menschen eingehalten werden.

Für Ausnahmebewilligungen des Bazl ist eine umfangreiche Sicherheitsprüfung notwendig. Für den Betrieb von Drohnen oder Flugmodellen über geschlossenen Menschenansammlungen (Beispiel Hochzeit) oder mit einer Halte­leine nahe bei einer Menschenansammlung sind vereinfachte Verfahren möglich.

Bezüglich Film- und Foto­auf­nahmen ist Folgendes zu beachten: Luftaufnahmen sind zulässig, sofern die Vorschriften zum Schutz militärischer Anlagen berücksichtigt werden. Zu beachten sind da­bei auch der Schutz der Pri­vat­sphäre respektive die Vorschriften des Datenschutzgesetzes.

In der Nähe von Flugplätzen be­stehen Einschränkungen für Flüge von Drohnen und Flug­modellen. Es ist nicht gestattet, solche näher als fünf Kilometer von den Pisten entfernt fliegen zu lassen. Davon betroffen sind in unserer Region der Helikopterlandeplatz Balzers und der kleine Flugplatz Bad Ragaz. Auch über Jagdbanngebieten dürfen keine Drohnen und Flugmodelle auf­steigen. In unserer Region gibt es Jagdbanngebiete im Raum Graue Hörner und Säntis. (she/pd)

www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle.html