Verena Frick: «Nun bin ich eine freie Kantonsrätin»

SALEZ/ST. GALLEN. Das St. Galler Kantonsparlament hat gestern ein Novum erlebt: Die SVP hatte vor Sessionsbeginn Verena Frick aus der Fraktion ausgeschlossen.

Regula Weik
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SALEZ/ST. GALLEN. Das St. Galler Kantonsparlament hat gestern ein Novum erlebt: Die SVP hatte vor Sessionsbeginn Verena Frick aus der Fraktion ausgeschlossen. Sie habe in einem politischen Vorstoss «ungerechtfertigte und diffamierende Anschuldigungen» gegen Institutionen und Persönlichkeiten im Kanton erhoben, begründet die Fraktion ihren Entscheid. Die Salezer Kantonsrätin fürchtet, Verwaltung, Kantonsparlament und Regierung seien von «verschiedenen sektenhaften Gruppierungen» unterwandert.

«Keiner tut etwas»

Verena Frick – sie bleibt Mitglied des Parlaments – nahm den Ausschluss gelassen. Sie sei «überglücklich und nun eine freie Kantonsrätin». Und sie betont, die von ihr erwähnten Probleme seien seit über zehn Jahren bekannt – «doch keiner tut etwas».

Austritt aus der Partei

Verena Frick sprach gestern auch von Parteiaustritt. «So, wie ich hier stehe: Ich bin nicht mehr SVP-Mitglied.» Sie habe ihrer Ortspartei per Mail mitgeteilt, dass sie die Mitgliedschaft kündige und austrete. Verena Frick ist aktuell Stimmenzählerin und gehört damit dem Präsidium des Parlaments an. Dessen Erneuerungswahl findet im Juni statt.

Die SVP-Fraktion im Kantonsparlament zählt nach ihrem Ausschluss noch 34 Mitglieder; sie bleibt damit weiterhin die grösste Fraktion. • DIE DRITTE

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