Verein soll Laden retten

Der Prima-Laden Grabserberg ist nicht rentabel. Die Betreiberin, die Konsumgenossenschaft Gams, lud deshalb die Bevölkerung ein, bei der Suche nach einer Lösung mitzuhelfen.

Hanspeter Thurnherr
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Prima-Laden ist ein wichtiger, aber bedrohter Treffpunkt für die Bevölkerung am Grabserberg. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Prima-Laden ist ein wichtiger, aber bedrohter Treffpunkt für die Bevölkerung am Grabserberg. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GRABSERBERG. Am Dienstagabend fand im Mehrzweckraum des Schulhauses ein Informationsabend statt. Initiiert hatte ihn Christian Lippuner, der selber am Grabserberg wohnt, zusammen mit der Konsumgenossenschaft Gams, welche unter anderen den Prima-Laden am Grabserberg führt. «Den Verantwortlichen der Konsumgenossenschaft ist es ein grosses Anliegen, die Bevölkerung vom Grabserberg in die Überlegungen betreffend ihres Ladens mit einzubeziehen», hiess es in der Einladung.

Wichtiger Treffpunkt

Der Verwaltungsratspräsident, Sepp Kaiser, und der Geschäftsführer, Gion Capeder, hätten am Infoabend bestätigt, dass der Laden zwar gut laufe, aber doch leicht defizitär sei und man dieses Defizit nicht durch die anderen Läden quersubventionieren könne, ergänzt Lippuner.

Vor rund vier Jahren hat die ehemalige Konsumgenossenschaft Grabs ihre drei Läden – Volg Grabs, Primo Grabserberg und Volg Azmoos – an die Konsumgenossenschaft Gams abgetreten. «Im Herbst letzten Jahres informierte der Verwaltungsrat der Gamser Genossenschaft die Gemeinde Grabs, dass der Laden am Berg nicht rentiere und man nach einer Lösung suchen müsse», sagt Christian Lippuner.

Als er dies erfuhr, kontaktierte er Gion Capeder, den Geschäftsführer der Konsumgenossenschaft, und schlug ihm vor, die Grabserberger Bevölkerung über die Situation zu informiere und mit ihr zusammen eine Lösung zu finden. Lippuner: «Ein Laden am Grabserberg ist mehr als eine nahe Einkaufsgelegenheit. Es wäre schade, wenn wir diesen beliebten Treffpunkt für Jung und Alt verlieren würden.»

Projekt Einwohnerverein

So kam es zum Anlass vom Dienstag. Als Ergebnis entstand die Idee, einen Einwohnerverein Grabserberg zu gründen. Seine Ziele: Vertretung der Bevölkerung gegenüber der Gemeinde, Förderung gemeinsamer Aktivitäten sowie die Unterstützung des Bergladens, um dessen Erhalt zu sichern. «Der Verein könnte versuchen, Geld als Sockelbeitrag für den Laden zu finden», nennt Christian Lippuner ein erstes konkretes Ziel. Die Konsumgenossenschaft habe zugesagt, den Laden sicher bis Ende 2016 weiter zu betreiben. «Bis dann erwartet die Genossenschaft vom Verein aber einen Plan, wie es die nächsten zwei Jahre weitergehen kann», stellt Christian Lippuner klar.

Für Postagentur-Lösung zu spät

Für die naheliegende Lösung, eine Postagentur – wie etwa im Volg-Laden Oberschan der dortigen Dorfladengenossenschaft – zu integrieren, sei es zu spät. «Die Post Grabserberg wurde schon vor vielen Jahren geschlossen. Der Postservice funktioniert aber einwandfrei», sagt Christian Lippuner.

In den nächsten paar Wochen gehe es jetzt darum, die Gründungsversammlung für den Einwohnerverein aufzugleisen, die Bevölkerung zu informieren und zu animieren, sich im Verein einzubringen. Im Laden liege dazu ein Infoblatt auf. Die Gründungsversammlung werde nach den Sommerferien stattfinden.