Verein Historia Sanegauns lässt das Mittelalter aufleben

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Sargans Am kommenden Samstag, den 24. Juni, bietet der Verein Historia Sanegauns zum fünften Mal im Städtchen die Gelegenheit, in der Zeit um 750 Jahre ­zurückzureisen und lebendiges Mittelalter zu erleben. Es wird sein, wie wenn Graf Hartmann I. von Sargans anno Domini 1267 seinen Stadtbürgern eine Visite abstatten würde.

Der Sarganser Mittelaltertag lädt ein, für einen Tag buntes Markttreiben zu erleben – mit ­allen Geräuschen und Gerüchen, wie sie vor 750 Jahren hätten stattfinden können. Es soll weder eine verherrlichende noch dunkle ­Situation sein – authentisches Mittelalter, lebendig und bunt. Viele alte, teilweise vergessen gegangene Handwerke können beobachtet werden, weit gereiste Händler mit ihren erlesenen Waren stehen da. Spielleute machen Musik und verbreiten auf dem Sarganser Kirchplatz eine einzigartige Atmosphäre. In der Gar­küche kochen altertümliche Speisen, rund um den Platz bieten Schenken Speisen nach über­lieferten Rezepten an.

Rudolf I., der Vater Graf Hartmanns I., starb um 1250; er war mit Clementa von Kyburg aus dem mächtigen Ostschweizer Grafengeschlecht verheiratet. Zu Beginn des Spätmittelalters herrschte er über ein grosses zusammen­hängendes Gebiet vom Bodensee bis zur Landquart – dazu gehörten auch Churrätien, Tettnang, Bregenz, Feldkirch, Sonnenberg, Werdenberg und Sargans. 1258 kam es zu einer Teilung: Rudolfs Sohn Hartmann I. nahm den Titel «comes de Werdenberch» an und ist als Gründer der Städte Sargans, Werdenberg und Bludenz bekannt. So liegt es nahe, dass der Stadtherr auch persönlich auftauchen und mit seinen ­Stadtbürgern in Kontakt treten wird. (pd)