Verein bündelt die Kräfte

Vier überregionale Organisationen haben den Verein Schweizer Regionalprodukte gegründet. Dadurch sollen echte Regionalprodukte eine starke Stimme erhalten.

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Der Gründungsvorstand mit Präsident Urs Bolliger, der auch Geschäftsführer von Culinarium ist. (Bild: pd)

Der Gründungsvorstand mit Präsident Urs Bolliger, der auch Geschäftsführer von Culinarium ist. (Bild: pd)

REGION/BULLE. Mitglieder des neu gegründeten Vereins sind die vier überregionalen Organisationen Alpinavera, Culinarium, «Das Beste der Region» und Pays romand – Pays gourmand. Der Verein bezweckt, die Kräfte im Interesse der Regionalprodukte zu bündeln. Der Verein löst die 2007 gegründete IG Regionalmarken ab.

Richtlinien harmonisiert

Die Gründung ist die logische Folge der langjährigen Zusammenarbeit der vier Trägerorganisationen. Als gemeinsame Inhaber der Richtlinien für Regionalmarken haben sie diese in den letzten Jahren weiterentwickelt national harmonisiert. Wer ein mit einem der vier Gütesiegel versehenes Produkt kauft, könne sicher sein, dass dieses nach klaren Vorgaben kontrolliert und zertifiziert worden ist.

Mit der Vereinsgründung werde nun ein wichtiger Schritt zu einer stärkeren Präsenz gemacht. Der Verein möchte in der Öffentlichkeit als der Vertreter der Regionalmarken wahrgenommen werden. Immerhin seien heute knapp 10 000 Produkte nach diesem Standard zertifiziert. Insgesamt werde ein Umsatz von 1,06 Mrd. Franken erzielt, was gut 3,5 Prozent des Food-Markts ausmache. Über 2300 Produzenten setzen bei ihrem Sortiment auf die Kennzeichnung als Regionalprodukt.

Urs Bolliger an der Vereinsspitze

Die bisherige Zusammenarbeit war geprägt von der aktiven Mitwirkung von Partnern aus Handel, Konsumentenorganisationen und dem Naturpärke-Label. Präsident Urs Bolliger – er ist auch Geschäftsführer von Culinarium und Leiter der Fachstelle Marketing am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez – macht deutlich, dass alle Marktakteure, die Regionalprodukte anpreisen, im Verein willkommen seien.

Mit den Richtlinien für Regionalmarken als einheitliche Basis könne den Konsumenten eine klare Botschaft vermittelt werden. Zentral für den Konsumenten, so Bolliger, sei schliesslich die Glaubwürdigkeit eines Labels. Die Richtlinien umfassen die Kriterien, nach welchem ein Regionalprodukt zertifiziert wird: Ein nicht zusammengesetztes Produkt setzt sich aus 100 Prozent regionalen Rohstoffen zusammen. Ein zusammengesetztes Produkt besteht aus mindestens 80 Prozent, wovon die Hauptzutat vollständig regional sein muss. Bei allen Regionalprodukten ist zudem Pflicht, dass mindestens 2/3 der Wertschöpfung in der Region anfällt.