Verband sucht Zusammenarbeit

Die Hauptversammlung von Gastro Heidiland stand im Zeichen des 20jährigen Bestehens des Verbandes. Als Gratulanten sprachen der amtierende und der designierte Kantonalpräsident sowie der erste Präsident.

Hanspeter Thurnherr
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Gastreferent Björn Caviezel ist seit 20 Jahren in der Tourismusbranche. Gratulant Josef Müller-Tschirky tritt nach 20 Jahren als Kantonalpräsident zurück. Köbi Knöpfel war erster Präsident von Gastro Heidiland. Präsident Urs Kremmel ist seit 20 Jahren im Vorstand (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Gastreferent Björn Caviezel ist seit 20 Jahren in der Tourismusbranche. Gratulant Josef Müller-Tschirky tritt nach 20 Jahren als Kantonalpräsident zurück. Köbi Knöpfel war erster Präsident von Gastro Heidiland. Präsident Urs Kremmel ist seit 20 Jahren im Vorstand (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

OBERSCHAN. Die ordentlichen Traktanden der Hauptversammlung im Seminarhotel Alvier waren rasch erledigt. Zu Beginn gedachte die Versammlung der beiden verstorbenen Mitglieder Ruedi Brechbühl und Susanne Knöpfel. Präsident Urs Kremmel blickte in seinem Jahresbericht für einmal gleich 20 Jahre zurück. 1996 hätten sich auf sanften Druck des Kantonalverbandes vier Sektionen zum Verband Gastro Heidiland zusammengeschlossen. An der Gründungsversammlung im «Schäfli» Grabs wurde Köbi Knöpfel zum ersten Präsidenten gewählt. Kremmel selber ist seit damals im Vorstand dabei, hat aber regelmässig «die Stühle» gewechselt. Er erinnerte an Entscheide und Herausforderungen und sprach das heutige schwierige Umfeld an: «Wir müssen immer mehr leisten in zunehmend dünnerer Luft, das geht oft auf Kosten unserer Lebensqualität.»

«Es braucht runden Tisch»

Wichtig sei nun für den Verband, die Zusammenarbeit mit Verkehrsvereinen, der Hotellerie und den Tourismusorganisationen zu suchen. «Es braucht einen runden Tisch, damit wir die Synergien nutzen können», verdeutlichte Kremmel. Die möglichen Partner hätten dafür Bereitschaft signalisiert. Letztlich wollten alle das gleiche: zufriedene, wiederkehrende Gäste. Kassier Thomas Gassner konnte eine Jahresrechnung mit einem Gewinn von rund 1000 Franken und einem Vereinsvermögen von gut 40 000 Franken vorlegen.

Josef Müller-Tschirky, Präsident und Geschäftsführer von Gastro St. Gallen, überbrachte die Gratulationen des Kantonalverbandes. Gleichzeitig sagte er: «Durch den Euro-Franken-Kurs sind wir gegenüber dem Ausland benachteiligt. Dies hat sich durch die Aufhebung der Untergrenze noch verstärkt.» Mit verbesserter Qualität und Leistung und noch mehr Freundlichkeit müsse dem begegnet werden. Leider seien auch zwei wichtige Projekt gescheitert: das Klanghaus und die erweiterte Berufsausbildung. Mit der Expo 2027 winke jedoch eine «Jahrzehnte-Chance», die es zu nutzen gelte.

Eine Palfries-Aktie als Aufruf

Müller-Tschirky tritt nach 20 Jahren als Präsident zurück. Am 4. April wird voraussichtlich der St. Galler Walter Tobler als sein Nachfolger gewählt. Dieser stellte sich kurz vor und verriet sein Motto bei der künftigen Aufgabe: «Jammern war gestern…»

Zu den Gratulanten reihte sich auch Köbi Knöpfel, der erste Präsident von Gastro Heidiland. Er überreichte jene Aktie der Palfriesbahn, welche der Vorstand vor 20 Jahren gekauft hatte. Er verband dies mit der Hoffnung, dass der Verband aus dem stattlichen Vermögen weitere Anteilscheine kaufe. «Denn Tourismus geht uns alle an.»

Als Gastreferent beleuchtete Björn Caviezel, CEO von Heidiland Tourismus AG, Möglichkeiten der Zusammenarbeit. (siehe Zweittext). Zum Rahmenprogramm des Jubiläums gehörte ein Gala-Abendessen aus der Hotelküche, ein Vortrag über die Alpsteingastronomie «Mitenand goht's besser» und eine Showeinlage mit dem Comedy-Duo «Messer und Gabel».