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VAT will an die Schweizer Börse

Die heutigen VAT-Besitzer, zwei Schweizer Finanzinvestoren, wollen das Unternehmen an der Schweizer Börse kotieren. Dafür wollen sie einen substanziellen Anteil ihrer Aktien zum Kauf anbieten.
Thomas Schwizer
Die heutigen VAT-Besitzer kündigten gestern den Börsengang an. (Bild: Heini Schwendener)

Die heutigen VAT-Besitzer kündigten gestern den Börsengang an. (Bild: Heini Schwendener)

HAAG. Die Vakuumventil-Herstellerin VAT Group AG aus Haag, die klar mehrheitlich zwei Beteiligungsgesellschaften mit Sitz im Kanton Zug gehört, will den Sprung an die Börse wagen. Der Börsengang soll die Aktionärsbasis erweitern, heisst es in einer Mitteilung der VAT von gestern Dienstag. VAT-CEO Heinz Kundert hatte den Börsengang «für das weitere Wachstum» und damit «den Wandel zu einem öffentlichen Unternehmen» bereits an der Werdenberger Wirtschaftstagung angekündigt (W&O vom 10. September 2015).

Anteil substanziell reduzieren

Der Aktienanteil der beiden «Private-Equity»-Vertreter soll beim geplanten Börsengang substanziell reduziert werden, wie eine dem Unternehmen nahestehende Quelle dem W&O berichtet. Die Anzahl der Aktien soll ihr zufolge nicht erhöht werden, der VAT fliessen also keine zusätzlichen Mittel zu. Als börsenkotiertes Unternehmen würde die VAT aber mehr Aufmerksamkeit geniessen und hätte die vorgeschriebenen Standards zu erfüllen. Das verschaffe ihr Vorteile in der Rekrutierung spezialisierter Mitarbeiter, so die Quelle.

Die Kotierung an der Schweizer Börse SIX soll in den kommenden sechs Monaten erfolgen, «vorbehältlich verbesserter Marktbedingungen», wie die VAT gestern mitteilte. Begleitet wird der Börsengang von den Grossbanken UBS, Credit Suisse und JPMorgan.

Mehrheitseigentümer der VAT sind seit Dezember 2013 die beiden Finanzinvestoren Capvis und Partners Group. Die sda berichtete gestern, dass die Nachrichtenagentur Reuters bereits zu Jahresbeginn erfahren habe, dass die beiden das Unternehmen für bis zu 1,5 Milliarden Franken verkaufen wollen.

Auf Wachstumskurs

Bei VAT arbeiten weltweit rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehr als 720 davon allein am Hauptsitz in Haag. Das Unternehmen setzte im vergangenen Jahr 411 Millionen Franken um, 13 Prozent mehr als 2014. Gewinnzahlen gibt die VAT bisher nicht bekannt.

Die VAT ist 1964 von Siegfried Schertler in Flawil gegründet und während Jahrzehnten geführt worden. 1985 wurde sie nach Haag verlegt. Hier hat sich die VAT seither zum Weltmarktführer für Hochleistungsvakuumventile entwickelt. Jährlich investiert das Unternehmen laut CEO Heinz Kundert rund 40 Millionen Franken in die Innovation und Produkteentwicklung.

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