VADUZ: Touristen aus dem Rosengarten verbannt

Wer dieses Jahr nach dem offiziellen Staatsakt in den Rosengarten will, braucht dafür ein Ticket.

Stephan Agnolazza
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Stephan Agnolazza

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Wer in den vergangenen Jahren nach dem offiziellen Staatsakt den Weg zum traditionellen Aperitif suchte, kennt das Problem: Der Rosengarten wurde nicht mehr von Liechtensteins Einwohnern besetzt, sondern zunehmend von Touristen bevölkert, welche sich am Gratis-Apéro erfreuten. Immer mehr Einheimischen blieb damit der Zugang zum Rosengarten aufgrund des Platzmangels verwehrt.

Ticket gibt es nur mit Code aus der Broschüre

Dieses Jahr reagiert das Fürstenhaus und regelt den Zutritt neu über ein Ticketsystem. «Die steigende Anzahl Besucher hatte zur Folge, dass die Liechtensteiner Gäste immer weniger die Möglichkeit hatten, mit der Fürstenfamilie zu sprechen», sagt Fabian Reuteler, Bereichsleiter Events bei Liechtenstein Marketing. «Aus diesem Grund hat das Fürstenhaus beschlossen, dass ab diesem Jahr nur noch Personen mit einem Ticket Zugang zum Rosengarten erhalten. Diesen Wunsch werden wir von Liechtenstein Marketing als Organisatoren des Staatsfeiertags mittels eines Onlinebezugs umsetzen.»

Dazu werden in der Broschüre zum Staatsfeiertag jeweils vier Codes pro Broschüre verteilt. Diese Codes können dann auf www.staatsfeiertag.li/tickets für den Bezug verwendet werden. Anschliessend können die ­Tickets ausgedruckt oder als E-Ticket auf dem Mobiltelefon mitgenommen werden. Sie berechtigen zum einmaligen Eintritt.

Fürstenhaus bittet, nicht zu lange zu bleiben

«Da die Kapazität des Rosengartens beschränkt ist, kann es trotz Ticket zu Wartezeiten kommen», sagt Reuteler. Dies sei, weil mehr Tickets ausgegeben werden, als es Platz im Rosengarten gibt. Insgesamt stehen 2000 Tickets zur Verfügung. Wie Liechtenstein Marketing mitteilt, bittet das Fürstenhaus die Ticketinhaber, den Bereich des Rosengartens nach einiger Zeit zu verlassen, um Platz für weitere Besucher zu machen. So soll garantiert werden, dass jeder Ticketinhaber im Laufe des Mittags in den Rosengarten gehen kann.

Sollte jemand kein Ticket haben, ist ein Eintritt dennoch möglich, falls entsprechende Kapazitäten im Rosengarten frei werden. Auf den traditionellen Aperitif muss übrigens niemand verzichten: Der Bereich vor dem Rosengarten bleibt ohne Ticket zugänglich. Dort wird es auch weiterhin kostenlose Verpflegungsstände geben, so dass niemand hungrig oder durstig zum Volksfest im Städtle gehen muss.