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VADUZ: «Mit Verboten allein ist es nicht getan»

Wie können Autofahrer dazu bewegt werden, vom Auto auf Bahn, Bus, Fahrgemeinschaft oder Rad umzusteigen? Das Projekt Pendlermobilität soll helfen.
Desirée Vogt
René Kaufmann (Leiter Mobilitätsmanagement), Ruggells Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle, Ruedi Burkhalter (Ospelt-Gruppe), Gamprins Vorsteher Donath Oehri, Schaans Vorsteher Daniel Hilti und Maya Mathias (Cipra), von links. (Bild: Tatjana Schnalzger)

René Kaufmann (Leiter Mobilitätsmanagement), Ruggells Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle, Ruedi Burkhalter (Ospelt-Gruppe), Gamprins Vorsteher Donath Oehri, Schaans Vorsteher Daniel Hilti und Maya Mathias (Cipra), von links. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Desirée Vogt

dvogt@medienhaus.li

177000 Kraftfahrzeuge queren an Werktagen die Grenzübergänge zwischen Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein. Die Folgen: verstopfte Strassen, hohe CO2-Emissionen, Feinstaub- und Lärmbelastung. Wie kann die Lebensqualität für Mensch und Natur in der Region und darüber hinaus gesteigert werden? An der Fachtagung «Nachhaltige Pendlermobilität» wurde dieser und weiteren wichtigen Fragen auf den Grund gegangen. Im dreijährigen Interreg-Projekt Pendlermobilität (PeMo), das zusätzlich im Mittelpunkt einer Medienkonferenz stand, soll gezeigt werden, was es braucht, damit der Umstieg hin zu nachhaltiger Mobilität gelingen kann. In Liechtenstein sind die Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schaan Partner im Projekt und erarbeiten mit ortsansässigen Unternehmen neue Strategien in der Pendlermobilität.

Know-how aufbauen und Ideen sammeln

Ruggell ist im Projekt nicht nur als Gemeinde dabei, auch die Gemeindeverwaltung selbst versucht sich an der nachhaltigen Pendlermobilität, wie Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle informierte. Auf diese Weise soll selbst erprobt werden, was hilfreich ist, um die Erkenntnisse anschliessend so authentisch wie möglich weitergeben zu können. Weil Ruggell nicht optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden sei, setze die Gemeinde vor allem auf Fahrgemeinschaften, die wieder beliebter gemacht werden sollen. So soll eine App angeboten werden, mit Hilfe derer firmenübergreifend Gemeinschaften gebildet werden können. «Es gibt eine grosse Anzahl an Betrieben, die sich am Projekt beteiligen», freut sie sich. Pendlermobilität ist auch in der Gemeinde Gamprin-Bendern mit rund 2700 Arbeitsplätzen ein grosses Thema. So habe sich auch die Gemeinde die Frage gestellt, welche Möglichkeiten sich bieten, um den Individualverkehr reduzieren zu können. «Mit dem Projekt bot sich nun eine gute Gelegenheit, Know-how aufzubauen und fachlichen Input zu erhalten», so Vorsteher Donath Oehri. Mit über 9000 Arbeitsplätzen und einem Verkehrsaufkommen von 22000 Autos pro Tag war für die Gemeinde Schaan schnell klar, dass sie sich am Projekt PeMo beteiligen würde. Zwar ist die Gemeinde gut an den öffentlichen Verkehr angebunden, dennoch steht auch sie vor grossen Herausforderungen. Eine Parkplatzbewirtschaftung gibt es zwar im Zentrum, nicht jedoch in der Industrie. Und so sollen auch die Betriebe dazu motiviert werden, sich Gedanken zu machen. «Ziel ist es, gemeinsam mit den Betrieben eine Lösung zu finden, wie die Mitarbeiter dazu bewegt werden können, vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. «Mit Verboten allein ist es nicht getan», weiss Oehri. Obwohl die Firma Hilti bereits spannende Experimente mit «Faltradaktionen» durchgeführt hat, erhofft er sich aus dem gemeinsamen Projekt noch viele weitere kreative Ideen.

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