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VADUZ: Die Epoche der Römer in all ihren Facetten

Das Liechtensteinische Landesmuseum zeigt vom 15. März bis 23. September die länderübergreifende Ausstellung «Stadt, Land, Fluss – Römer am Bodensee».
Wagenbeschlag in Form eines Delfins aus St. Margrethen. (Bild: PD)

Wagenbeschlag in Form eines Delfins aus St. Margrethen. (Bild: PD)

Diese Ausstellung in Kooperation mit dem Amt für Kultur, Archäologie präsentiert spannende Erkenntnisse aus der Zeit, als der Bodenseeraum Teil des Römischen Reichs war.

Um 15 v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet rund um den Bodensee. Damit begann eine prosperierende Epoche, die erst im Laufe des 3./4. Jahrhunderts n. Chr. mit den räuberischen Einfällen der Germanen endete. In der Ausstellung «Stadt, Land, Fluss – Römer am Bodensee» wird diese Epoche in all ihren ­Facetten beleuchtet. Die zahl­reichen Funde und Lebensbilder geben einen einprägsamen Einblick in das Alltagsleben.

Unter römischem Einfluss veränderte sich das Leben der Bevölkerung. Latein wurde als Amtssprache eingeführt und ist im Laufe der Jahrhunderte mit den einheimischen Dialekten zum Rätoromanischen verschmolzen. Ebenso wurden Sitten und Gebräuche der Eroberer übernommen und die einheimische Götterwelt durch römische Göttinnen und Götter erweitert. Die Schriftlichkeit hielt Einzug.

Viele Gutshöfe und wachsender Wohlstand

Bregenz wurde zum regionalen Zentrum mit einem grossen Tempelbezirk, Wohnquartieren und einem Hafen. Entlang der gut ausgebauten Verkehrsachsen entstanden Siedlungen und mehr als 120 Gutshöfe. In den Zeiten des Friedens vom 1. bis 3. Jahrhundert erfreute sich die Bevölkerung eines wachsenden Wohlstands, der sich nicht nur in der Bekleidung und im Wohnkomfort niederschlug. Technische Neue­rungen im Bauwesen und Innovationen in der Küche erlaubten zumindest den besser gestellten Einwohnern ein angenehmes Leben. Erstmals wurden in unserer Region Gebäude mit vermörtelten Steinmauern und Ziegel­dächern errichtet. Wer es sich ­leisten konnte, liess sich Mosaikfussböden, farbenprächtige Wandmalereien und Glasfenster einbauen. Wasserleitungen sowie Bodenheizungen gehörten zum Standard. Nahrungsmittel und Luxusgüter wie Wein, Austern, Granatäpfel, Feigen, Olivenöl, Fischsauce, Gewürze, reich verziertes Geschirr und Glasgefässe, importierte man über teilweise enorme Distanzen. Bezahlt wurden diese teuren Waren mit ­Münzen, auf denen der jeweils regierende Kaiser oder dessen Gattin mit Porträt abgebildet war.

Auch die Friedhöfe mit den Verstorbenen und deren Grab­beigaben liefern Hinweise auf das damalige Leben. Dadurch können zum Beispiel Bestattungssitten, Gesellschaftsstruktur, Krankheiten und das Lebensalter rekon­struiert werden. Als besonderes Highlight ist ein in Schaan gefundener Legionärshelm ausgestellt, bei dem der Name des Besitzers eingraviert ist. Nach seiner Entdeckung im Jahr 1887 wurde der Helm nach Vorarlbergverkauft. Er ist normalerweise im Vorarlberg Museum in Bregenz ausgestellt und im Landesmuseum lediglich als Kopie zu sehen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation von Museen und archäologischen Diensten aus Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Begleitet wird sie von einem reich bebilderten Katalog, der im Shop des Landesmuseums erhältlich ist. Die Abteilung Archäologie des Amts für Kultur erweitert die Ausstellung speziell für die Präsentation im Liechtensteinischen Landesmuseum durch die Sonderschau «Wie Perlen an einer Schnur – Römische Besiedlung in Liechtenstein». (pd)

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