Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

VADUZ: Betrugsfälle bei Bank Alpinum häufen sich

Brancheninsider zeigen sich entrüstet, nachdem drei Verfahren wegen Betrugs gegen ehemalige Mitarbeiter der Bank bekannt wurden. Sie zwackten Millionen ab.

Die letzten Monate waren für die Bank Alpinum keine einfachen. Drei ehemalige Mitarbeiter müssen sich vor Gericht verantworten – wegen Betrugs, Geldwäsche oder Veruntreuung. Die Reaktionen von Brancheninsidern bleiben nicht aus. Immerhin stehen insgesamt sechs Millionen Franken im Raum, die abgezwackt wurden. Eine Treuhänderin aus Vaduz, die aber nicht genannt werden will, spricht zum Beispiel von einem brisanten Skandal. Es laufe etwas falsch bei der Bank.

Begonnen hat alles im Sommer dieses Jahres: Ein leitender Mitarbeiter der Bank Alpinum wurde wegen Verdachts auf Betrug, Veruntreuung und Geldwäsche im Juni verhaftet. Unbestätigten Informationen zufolge soll er fünf Millionen Franken veruntreut haben, um damit seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Laut Staatsanwaltschaft sind mehrere Kunden betroffen.

Vom Gold keine Spur

Vor zwei Wochen musste sich ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter der Bank Alpinum vor Gericht verantworten. Er muss für drei Jahre hinter Gitter wegen Datenverarbeitungsmissbrauch. Er hatte offenbar ein E-Mail-Konto samt Passwort für einen Kunden kreiert, der im Urlaub war, und hat sich als diesen ausgegeben. In mehreren Tranchen hat er dann Zahlungen in Höhe von einer Million Franken getätigt. Mit dem Geld hat er Goldbarren, Goldmünzen und teure Uhren gekauft. Davon fehlt allerdings jede Spur. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zudem läuft noch ein drittes Verfahren gegen eine ehemalige Mitarbeiterin der Bank Alpinum, die im Verdacht steht, gemeinsame Sache mit dem Verurteilten gemacht zu haben. Thema der Gerichtsverhandlung war, warum nicht bemerkt wurde, dass innerhalb kürzester Zeit Zahlungen von einer Million Franken erfolgten.

Ein Mantel des Schweigens

Die Bank Alpinum möchte sich zu den laufenden Verfahren nicht äussern. Auch die Frage, ob die Bank ihre Sicherheitsmassnahmen erhöhen wird, blieb unbeantwortet.

Der Bankenverband betrachtet den erneuten Vorfall als Einzelfall und sah ebenfalls von einem Statement ab. Auch die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern. (da)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.