UNTERWASSER: Peter Pans Premiere vor Publikum

Die erste von vier Aufführungen der Musicalproduktion «Peter Pan» ist am Donnerstagabend über die Bühne der Tennishalle in Unterwasser gegangen. Vom Publikum gab es tosenden Applaus und anhaltende «Standing Ovations».

Silvia Bollhalder
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Bei den jungen Erwachsenen wurde mit «Peter Pan» das Feuer für Gesang, Tanz und Schauspielerei entfacht. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Bei den jungen Erwachsenen wurde mit «Peter Pan» das Feuer für Gesang, Tanz und Schauspielerei entfacht. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Silvia Bollhalder

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Sichtlich erleichtert und stolz liessen sich die Teilnehmer des Musicalprojekts «Peter Pan» am Donnerstag spätabends von ihren Freunden und Verwandten empfangen. Die Anspannung der vergangenen Tage und Wochen war verflogen, der viele Beifall und die Gratulationen zauberten ein Lächeln in jedes Gesicht der 19 jungen Darsteller. Auch Initiant und Projektleiter Matthias Ammann war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Die aufwendige Produktion, welche er auf eigenes Risiko auf sich genommen hatte, konnte den ersten Erfolg verbuchen. Die Sitzplätze waren gefüllt und der tosende Applaus sprach für sich. Die Premiere war geglückt.

Mit Zielstrebigkeit und Leidenschaft zum Erfolg

Anfang Februar hatte man mit den Proben begonnen. Die 27 meist zwölf Stunden andauernden Probetage verlangten viel ab. Frei- und Ferientage wurden geopfert, um ein Teil der Inszenierung sein zu können. Aber genau diese Zielstrebigkeit und vor allem die Leidenschaft wollte Ammann bei den Darstellern ­wecken. Zuvor hatte er mit Unterstützung der Oberstufe Nesslau bereits drei Musicals – «Ueli de Chnecht», «Ueli de Pächter» und «Footloose» – realisiert. Dabei wurde bei einigen jungen Erwachsenen das Feuer für Gesang, Tanz und Schauspielerei entfacht. Eben jene konnte Ammann für das Grossprojekt «Peter Pan» begeistern. Selber machte er sich aber auch noch auf die Suche nach aus der Region stammenden Talenten, die ihr Können auf grosser Bühne unter Beweis stellen sollten. Ammanns Vision ist es, alle zwei Jahre ein Musical auf die Beine zu stellen und so die Talente stetig fördern zu können. Unterstützung erfährt er dabei seit Tag 1 von Daniel Koller, der als Theaterpädagoge und Schauspieler so manche ungeahnten Fähigkeiten aus den jungen Darstellern herauskitzeln konnte, die dann mutig und selbstbewusst auf die imposante Bühne traten und voll in ihrer Rolle aufgingen.

Die verlorenen Jungs im Nimmerland

Untermalt wurde die Stimmung vom achtköpfigen Orchester, bestehend aus professionellen Musikern und begabten Amateuren. Mal herrschte Spannung in der Luft bei den Gefechten zwischen den Piraten und Peter Pan, man geriet in Melancholie bei Wendys Gesang, lachte über die dusseligen Piraten oder erfreute sich an der Leichtigkeit des kindlichen Seins der verlorenen Jungs im Nimmerland – das Publikum wurde förmlich mitgerissen von dem Spektakel auf der Bühne. Auch Kulisse und Bühnenko­stüme ­waren mit viel Hingabe gefertigt worden und taten ihres, die aufwendige Inszenierung zu komplettieren und den Zuschauer zu fesseln.

Heute Samstag um 20 Uhr und morgen Sonntag um 19 Uhr wird «Peter Pan» in der Tennishalle in Unterwasser gespielt.

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