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UNTERTERZEN: Resort Walensee: Dämpfer in der Aufbruchstimmung

Die Ankündigung der Resort Walensee AG, ihre Bilanz deponieren zu müssen, hat im Sarganserland für Katerstimmung gesorgt. Bedauert wird insbesondere die schlechte Signalwirkung für die Tourismusdestination.
Reto Vincenz
In der Region Sarganserland hofft man, dass das Resort am Walensee rasch wieder geöffnet werden kann. (Bild: PD)

In der Region Sarganserland hofft man, dass das Resort am Walensee rasch wieder geöffnet werden kann. (Bild: PD)

Es war eine negative, für viele wohl auch eine überraschende Nachricht: Obschon die Probleme der Walensee Resort AG hinlänglich bekannt gewesen sind und die In­frastruktur seit mehr als einem Jahr nur noch auf Sparflamme in Betrieb gewesen ist, hofften Behörden und Tourismusvertreter bis zuletzt, dass das Ruder noch herumgerissen werden kann und herumgerissen wird.

Entsprechend konsterniert äusserten sich gleich mehrere Exponenten aus Politik und Tourismus. Darunter der CEO der Heidiland Tourismus AG (HLT), der es «sehr bedauert», dass es so weit habe kommen müssen. Bei der HLT habe man bis zuletzt auf eine Lösung gehofft. «Gerade jetzt, wo in der Region im Tourismus Aufbruchstimmung herrscht, ist diese Meldung natürlich ein Dämpfer», so Caviezel. Er wies darauf hin, dass die Situation in Unterterzen in den letzten Monaten «mit den geschlossenen Restaurants und dem Hallenbad aus Sicht des Gastes schon nicht gut» gewesen sei. Caviezel schloss sich dem allgemeinen Tenor an, der sich auch nach dem Konkurs eine schnelle Lösung wünscht. «Als Tourismusorganisation hoffen wir nun, dass das Resort rasch wieder geöffnet werden kann.» Die Betten des Resorts würden auf dem Markt dringend benötigt, so Caviezel.

Nach wie vor ein Meilenstein

Der Quartner Gemeindepräsident Erich Zoller verwies trotz der schlechten Nachrichten darauf, dass er den Bau des Resorts Walensee und die Idee dahinter nach wie vor als Meilenstein ansehe. Das Resort habe den Walensee weit über die Region hinaus auf die touristische Landkarte gebracht. Die aktuelle Entwicklung bedaure er sehr. Gleichzeitig zeigte sich der Gemeindepräsident vom Potenzial des Standortes überzeugt: «Die Lage ist einmalig und für Investoren interessant. Ich hoffe, dass sich schnellstmöglich eine Lösung findet», so Erich Zoller.

Die Verantwortlichen der Walensee Resort AG und der involvierten Bergbahnen Flumserberg AG bekräftigten am Freitag vor den Medien im Resort die gleichentags im «Sarganserländer» genannten Gründe, die zum Konkurs geführt hätten. Der aus Stuttgart angereiste Verwaltungsratspräsident der Walensee Resort AG, Horst Gras, verwies zudem auf ein am Bundesgericht hängiges Verfahren.

So wollte die AG sechs Wohnungen im Resort verkaufen, die sich in ihrem Besitz befinden. Dabei habe man auf einen Erlös von bis zu drei Millionen Franken gehofft, die man zur Schuldentilgung und zum Umbau des Hotels verwenden wollte. Dagegen habe das Bundesamt für Justiz Beschwerde eingelegt, weil die Wohnungen ursprünglich als Hotelappartements ausgeschieden worden seien.

Vergeblich versucht, die Anlage zu verkaufen

Der Rechtsanwalt der Walensee Resort AG, Hubert Bühlmann, sagte in einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA, dass er vergeblich versucht habe, die Anlage zu verkaufen. Bei den Preisvorstellungen sei man von anfänglich 10 auf gut 6 Millionen Franken hinuntergegangen. Das Resort sei mit Bankkrediten von 6 Mio. Franken belehnt. Gegenüber dem «Sarganserländer» betonten die Verantwortlichen, dass gegenüber Lieferanten oder Handwerkern keinerlei Schulden beständen. Diese seien alle beglichen worden.

Zuletzt stand auch eine Auffanggesellschaft zur Disposition. Gemäss dem Verwaltungsrats-präsidenten der Bergbahnen Flumserberg AG, Guido Mätz- ler, hätten dafür rund 1,5 Mio. Franken Kapital zur Verfügung gestanden. Diese Pläne seien auch daran gescheitert, dass man sich mit einem grossen Energieversorgungsunternehmen über ein temporäres Aussetzen von hohen Leasingzahlungen für die Heizanlage des Resorts nicht einigen konnte.

Reto Vincenz

redaktion@wundo.ch

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