Unterstützung verbessern

Karin Niederhauser betreut neu die über 100 Personen, welche in der Region Werdenberg eine private Beistandschaft führen oder sich dafür interessieren.

Thomas Schwizer
Drucken
Teilen

REGION/BUCHS. Jemand leidet an einer psychischen Störung und kann deshalb seine Angelegenheiten nicht mehr selber erledigen. Ein anderer Mensch leidet an Demenz. Solche Menschen benötigen für die Erledigung finanzieller und administrativer Angelegenheiten Unterstützung. Hier kommt im Auftrag der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Werdenberg ein Berufsbeistand der Sozialen Dienste Werdenberg oder ein privater Beistand zum Einsatz.

Aktuell werden im Auftrag der Kesb Werdenberg knapp 500 Beistandschaften geführt, 102 davon hat sie an Privatpersonen vergeben, die diese Unterstützungsaufgaben wahrnehmen.

Gerne mehr private Beistände

«Gerne möchten wir die Anzahl an privaten Beiständen weiter ausbauen», sagt Patrik Terzer, Präsident der Kesb Werdenberg. Oft übernehme jemand eine Beistandschaft, der bereits eine persönliche Beziehung bzw. ein Vertrauensverhältnis zu der zu unterstützenden Person mitbringe. Private Beistände könnten häufig mehr Zeit für die persönliche Betreuung und Begleitung aufwenden als Berufsbeistände, die sehr viele Beistandschaften wahrzunehmen haben. Private Beistände würden teilweise bereits über spezifische Fachkenntnis verfügen und seien deshalb auch fachlich sehr gut geeignet.

Kann an Fachkenntnis mangeln

Speziell in administrativen Angelegenheiten wie der Rechnungsführung und in Zusammenhang mit Ergänzungsleistungen mangelt es manchen privaten Beistände verständlicherweise an Fachkenntnis.

Eine feste Ansprechperson

Mit Karin Niederhauser steht deshalb bei der Kesb Werdenberg nun zu fixen Zeiten eine direkte Ansprechperson für Beratungen und Besprechungen zur Verfügung. Zudem sind die privaten Beistände zu einer Weiterbildungsveranstaltung eingeladen. ? LOKAL 7