Unterstützung für die Slum-Kicker aus Indien

FUSSBALL. Nur wenige Tage vor dem Start zum 8. International Swiss U16-Cup in Ruggell (6. bis 9. August) präsentiert das OK eine Neuerung beim Special Guest Team. In diesem Jahr werden elf Kinder und Jugendliche aus Indien vom engagierten Projekt «Slum Soccer» erwartet.

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Die Slum-Kicker aus Indien werden von den regionalen Clubs Buchs und Sargans mit Patenschaften unterstützt. (Bild: pd)

Die Slum-Kicker aus Indien werden von den regionalen Clubs Buchs und Sargans mit Patenschaften unterstützt. (Bild: pd)

FUSSBALL. Nur wenige Tage vor dem Start zum 8. International Swiss U16-Cup in Ruggell (6. bis 9. August) präsentiert das OK eine Neuerung beim Special Guest Team. In diesem Jahr werden elf Kinder und Jugendliche aus Indien vom engagierten Projekt «Slum Soccer» erwartet.

Ausreise-Visa erschwert

Das Projekt «Special Guest Team» ist in diesem Jahr eine echte Herausforderung. Die Kinder sind zum grössten Teil Waisenkinder ohne elterliche Papiere oder Ausweise, was die Beantragung von Ausreise-Visa erheblich erschwert oder gar unmöglich macht. Ausserdem müssen die Kinder behütet an die Welt ausserhalb Indiens herangeführt werden, da sie fast alle nur die Umgebung in ihren Grossstadtslums kennen, nie in Fussballschuhen, geschweige denn auf Rasen gespielt haben.

Rund eine Woche vor dem Turnier steht nun fest, dass die Einreisebemühungen für 15 Personen aus Indien gelungen sind. Die bürokratischen Hürden für weitere Teilnehmer waren letztlich zu gross.

Regionale Patenschaft-Lösung

Erstmals übernehmen heimische Kicker vom FC Buchs und FC Sargans eine Patenschaft und treten gemeinsam mit den «Weltreisenden» in einer Mannschaft zusammen auf. Das OK möchte den 15 Gästen die Chance auf ein unvergessliches Turnier und zahlreichen anderen Eindrücken für die Reisegeschichten zu Hause ermöglichen. Zusammen mit den beiden sehr engagierten regionalen Fussballvereinen FC Buchs und FC Sargans erarbeitete das OK nun das Patenschaftsmodell. Die beiden Vereine stellen sechs (Buchs) respektive fünf (Sargans) U16-Spieler, welche das «Slum Soccer»-Team ergänzen. Somit kommt auf jeden Gastspieler ein Spieler aus der Gastgeber-Region, die den indischen Jugendlichen zudem helfen sollen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. (pd)