Unterschiede zu klein

EMMEN. Die Resultate einer 2012 mit Simulationen durchgeführten Studie hatten zwar versprochen, dass mit einem neuen Propellerdesign Lärmreduktionen von 3 bis 5 Dezibel möglich sein sollten. Die in diesem Jahr durchgeführten Feldversuche konnten dies jedoch nicht bestätigen.

Jerry Gadient
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EMMEN. Die Resultate einer 2012 mit Simulationen durchgeführten Studie hatten zwar versprochen, dass mit einem neuen Propellerdesign Lärmreduktionen von 3 bis 5 Dezibel möglich sein sollten. Die in diesem Jahr durchgeführten Feldversuche konnten dies jedoch nicht bestätigen.

In Zusammenarbeit mit dem PC-21-Hersteller Pilatus wurden von der deutschen MT-Propeller und der US-amerikanischen Hartzell-Propeller zwei neue Propellertypen entwickelt. Im Verlaufe dieses Frühjahrs wurden sie getestet und mit dem jetzigen Typ verglichen. Unter anderem bewerteten 45 Personen den subjektiven Höreindruck. Zwar wurden von dieser Gruppe beide neuen Propellertypen besser als der bisherige bewertet. Die Unterschiede waren jedoch generell sehr klein, wie Projektleiter Bernhard Stoller von armasuisse ausführte. Zum subjektiven Höreindruck «leicht weniger laut/lästiger als der Originalpropeller» kamen die objektiven Zahlen der von der Empa durchgeführten akustisch-technischen Vergleichsmessungen: Um 0,9 bis 1,4 Dezibel geringer fiel der Lärm beim besser bewerteten neuen Propellertyp aus, um weniger als 0,5 Dezibel beim anderen. Die anvisierte Lärmreduzierung von 4,5 Dezibel kann somit bei weitem nicht erreicht werden. Die Kosten für die Umsetzung von sieben Millionen Franken lassen sich damit nicht rechtfertigen.

So bleibt als kleiner Lichtblick die Aussage von Divisionär Bernhard Müller, dass nach dem Nein zum F/A-18-Nachfolge-Kampfjet Gripen in den nächsten Jahren weniger Bedarf an neuen Piloten bestehe – und damit zumindest vorübergehend auch etwas weniger Trainingseinheiten mit dem Ausbildungsflieger PC-21.