Unmissverständliche Botschaft

Die Botschaft der 17. Genossenschaftsversammlung der Seilbahn Palfries ist klar: Das Areg des Kantons muss nun gemäss kantonalem Recht die Kontrollstelle IKSS baldmöglichst für eine Inspektion aufbieten.

Reto Neurauter
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Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Seilbahn Palfries mit Köbi Frey, Thomas Milesi, Martin Stucki, Esther Gabathuler, Markus Walser, Pius Good und Peter Grünenfelder (hinten von links, Beat Tinner fehlt) wurde für vier Jahre gewählt, und Ignaz Hidber (vorne rechts) löst Heinrich Zimmermann ab. (Bild: Reto Neurauter)

Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Seilbahn Palfries mit Köbi Frey, Thomas Milesi, Martin Stucki, Esther Gabathuler, Markus Walser, Pius Good und Peter Grünenfelder (hinten von links, Beat Tinner fehlt) wurde für vier Jahre gewählt, und Ignaz Hidber (vorne rechts) löst Heinrich Zimmermann ab. (Bild: Reto Neurauter)

TRÜBBACH. Die Worte des Genossenschaftspräsidenten Markus Walser (Wangs) an die beiden involvierten Institutionen Areg (Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen) und IKSS (Interkantonales Konkordat für Seilbahnen und Skilifte), das für die sicherheitstechnische Aufsicht verantwortlich ist, sind deutlich. «Wohl nicht manche kantonal bewilligte Seilbahn in der Schweiz wurde derart intensiv begutachtet und inspiziert wie die Seilbahn Palfries», so Walser anlässlich der 17. Generalversammlung in der «Krone» Trübbach.

Von vier Chefs begutachtet

Von allen vier bisherigen Chefs der Kontrollstelle IKSS wurde die Anlage als bewilligungsfähig eingestuft. Mit drei Berichten der Kontrollstelle IKSS, drei militärischen, sicherheitstechnisch gegenüber zivilen Anlagen absolut gleichwertigen Betriebsbewilligungen sowie fünf Zustandsberichten von Fachfirmen sei der Sicherheitsnachweis schon mehrfach erbracht worden. «Es ist leider so, dass die Bewilligungsbehörde und die Kontrollstelle IKSS immer noch nicht genügend zwischen dem bau- und planungsrechtlichen Verfahren einerseits und dem Betriebsbewilligungsverfahren andererseits unterscheiden», so Walser. Die Genossenschaft habe daher dem Areg in einem erneuten Schreiben noch einmal die Faktenlage dargelegt und aufgezeigt, dass sich die Seilbahn in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Zuerst kommt die Sicherheit

Walser betont ausdrücklich, dass es für alle Beteiligten selbstverständlich sei, «dass es auf unserer Seilbahn keinerlei Sicherheitsdefizite geben darf und die im Seilbahngesetz definierte Sorgfaltspflicht jederzeit umfassend wahrgenommen wird. Wir lassen uns dabei, wo nötig, auch von Fachfirmen unterstützen, so beispielsweise bei der Instandhaltung von der Firma Bartholet Seilbahnen und bei der Bergung von der Alpinen Rettung». Die Arbeiten vieler Freiwilliger in den vergangenen Monaten würden dieses Anliegen manifestieren. So ist Walser nun zuversichtlich, «dass unsere Seilbahn den regulären Betrieb baldmöglichst aufnehmen kann».

Er betonte nochmals, dass die Seilbahn jeweils von Auffahrt bis zum 15. November in Betrieb sei. Es gebe auch gewisse Einschränkungen, so zum Beispiel sei der Transport gewisser Güter nicht zugelassen.

Kein Betrieb, Mehrausgaben

Präsident Walser betonte in seinem Jahresbericht zudem, welch grosse Unterstützung man seitens vieler Genossenschafts- und Vereinsmitglieder im vergangenen Jahr erleben durfte. Gefreut habe ihn auch der laufende Zuwachs an Neumitgliedern, was sich auch in der Jahresrechnung niederschlage.

Diese sei auf Einnahmenseite auch geprägt von einer ersten Tranche aus dem Lotteriefonds (20 000 Franken). Bei den Ausgaben würden Unterhalt und Reparaturen (23 500) und Rechts- und Beratungsaufwand (22 100) ins Gewicht fallen. So stehen auf der Ertragsseite 20 356 Franken, auf der Aufwandseite 70 570 Franken, was zu einem Verlust von 50 445 Franken führte. Das Eigenkapital beträgt nun 298 200 Franken.

Die 44 Anwesenden genehmigten Jahresrechnung sowie alle weiteren Geschäfte einstimmig.