Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

UNIHOCKEY: «Rang acht – das ist zu mager»

Das erste 2.-Liga-Jahr möchte der UHC Rangers Grabs-Werdenberg nicht zu einem Schnupperkurs verkommen lassen, in welchem der Ligaerhalt mit Hängen und Würgen bewerkstelligt wird. Das Team will mehr.
Robert Kucera
Verlängerter Arm des Trainers auf dem Spielfeld: Gibt Ex-NLA-Spieler Hans Sturzenegger Anweisungen, hört jeder genau hin. (Bilder: Robert Kucera)

Verlängerter Arm des Trainers auf dem Spielfeld: Gibt Ex-NLA-Spieler Hans Sturzenegger Anweisungen, hört jeder genau hin. (Bilder: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Zwei markante Änderungen warten auf Grabs-Werdenberg: In der 2. Liga werden mehr Meisterschaftsspiele ausgetragen, und es gibt gleich neun Heimauftritte. Zuvor durften die Rangers pro Saison eine Heimrunde mit zwei Partien austragen. Ausserdem, wie Trainer Tobias Frehner sagt, sei der Kader grösser geworden. «Somit herrscht intern ein grösserer Konkurrenzkampf, an den sich die Spieler erst noch gewöhnen müssen.» Doch es herrscht Zuversicht: «Unser Ziel ist das Mittelfeld.» Den knappen Ligaerhalt würde der Trainer heute ­jedoch nicht unterschreiben. «Rang acht – das ist zu mager.» Frehner ist von der Qualität, die in seiner Truppe herrscht, überzeugt. Und auch der Teamgeist spricht für die Rangers. «Alle Spieler sind aus der Region und sind mit Stolz bei der Sache.»

Mit Köpfchen und Spielkontrolle zum Erfolg

Im 27-Mann-Kader stehen nicht weniger als 9 Routiniers, die in der 2. Liga oder höher gespielt haben. Doch dieses Know-how an Unihockey, gepaart mit Teamgeist und Stolz garantiert keinen Ligaerhalt. Zumal man Nachteile gegenüber der Konkurrenz hat. Nur 50 Prozent des Trainings kann auf dem Grossfeld, also der Spielfläche an Meisterschaftsspielen, durchgeführt werden. «Wir trainieren nur die elementaren Sachen. Details sind unter diesen Umständen nur sehr schwer zu trainieren», sagt der ehemalige NLB-Spieler Adrian Altherr, der zusammen mit dem ehemaligen NLA-Spieler Hans Sturzenegger Trainer Tobias Frehner unterstützt. Doch diese Basics, wie sie Altherr nennt, reichen für die 2. Liga aus.

Sturzenegger hat im Sommer das Team im konditionellen Bereich an seine Grenzen geführt. Sein Urteil fällt negativ aus: «Da muss mehr kommen, das ist unbefriedigend.» Ihm ist aufgefallen, dass im Cup und in den Testspielen das letzte Drittel jeweils das schlechteste war. «Durch überragende Physis werden wir die Spiele nicht entscheiden», hält Trainer Frehner fest.

Wer es nicht in den Beinen hat, muss eben mit Köpfchen vorgehen. «Wir müssen die Spieler dazu bringen, mit klarem Kopf aufs Spielfeld zu kommen, eine klare Idee, einen Plan zu haben, was sie machen wollen», sagt Frehner. Der Trainer stellt sich das Rangers-Spiel wie folgt vor: «Unser Spiel baut auf einer soliden Defensive auf. Die nächste Stufe ist dann die Kontrolle des Spiels, wenn wir den Ball in den eigenen Reihen haben.» Er hofft, mit raschen Balleroberungen und Kontrolle des Spielobjekts die Gegner zu zermürben. Steht erst mal die Defensive wie ein Fels in der Brandung, will man aber auch auf Torjagd gehen. Doch es gilt das Motto Cleverness vor Tempo. «Man muss auch den Mut zum Abbruch haben, wenn man merkt, es geht nicht», verlangt Tobias Frehner auch hier Kopfarbeit auf dem Feld. Wollen die Rangers in der 2. Liga glänzen, geht nichts über ein sicheres Passspiel. Hier hat das Trainerteam den Schwerpunkt in den Trainings gesetzt.

Über gesamte Spielzeit zu 100 Prozent da sein

Häufig muss das Team aber noch zu mehr Konzentration ermahnt werden. Aus unnötigen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung resultierten in den Wochen vor Meisterschaftsbeginn die meisten Gegentore. «Die Beine sind bei uns oft schneller als der Kopf», so Frehner. In der 3. Liga liessen sich Nachlässigkeiten noch ausbügeln. «Nun muss man zu 100 Prozent da sein.» Seine Ideen werden von Sturzenegger und Altherr gestützt. «Ich bin froh, dass ich nicht alleine bin und erfahrene Leute an meiner Seite habe. So erhält eine Anweisung mehr Bedeutung, wenn sie bestätigt wird.» Besonders die Dynamik Sturzeneggers auf und neben dem Feld schätzt der Trainer als grossen Gewinn für die ganze Mannschaft ein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.