UNIHOCKEY: Pause wegen Studium und eine Rückkehr

Für die Werdenberger ist die Saison beendet. Sowohl NLA-Spieler Hans Sturzenegger als auch NLB-Spieler Joel Loop sind mit ihren Teams in den Playoffs ausgeschieden. Beide Unihockeyaner wenden sich nun neuen Aufgaben zu.

Robert Kucera
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Nach vier NLA-Jahren kehrt Hans Sturzenegger in die Heimat zurück.

Nach vier NLA-Jahren kehrt Hans Sturzenegger in die Heimat zurück.

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Am Mittwochabend hiess es für den UHC Sarganserland «Lichter löschen». Mit 4:14 unterlag man NLB-Qualisieger und Aufstiegskandidat Zug United. In den vorherigen Spielen verlor der UHCS mit 2:9 und 6:8. Joel Loop, der Werdenberger im Sarganser­länder Team, spricht von einer erwarteten Neiderlage. Weh tut sie aber schon. «Zug verfügt über extrem gute Einzelspieler und gute Ausländer. Wir haben gemerkt: Sie spielen auf einem anderen Niveau und haben ein anderes Ziel», so der 22-Jährige. Im Heimspiel sah man allerdings, dass ein Sieg machbar ist. «Aber es muss alles stimmen.» Mit seiner Leistung in den Playoffs ist Loop recht zufrieden. Im Viertelfinal gegen Sarnen gelangen ihm zwei Tore, eines im Halbfinal gegen Zug. Und er glaubt, dass er und das Team mit etwas Abstand zum Saisonende stolz auf das Ge­zeigte sein können.

Im nächsten Jahr aber wird Joel Loop nicht mehr auf dem Feld stehen. «Seit zwei Saisons pendle ich zwischen Zürich und Sargans. Das ständige Hin und Her ist sehr aufwendig», beschreibt Loop, der in Zürich Umweltnaturwissenschaften studiert. Diese Saison hat nun gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann. Der in Weite wohnhafte Loop will sich fortan aufs Studium konzentrieren. «Ein Entscheid des Verstandes. Doch er fiel mir schwer. Es hat mir beim UHCS sehr gefallen.» Die Rückkehr auf die Unihockey-Bühne sei aber vorprogrammiert.

«Ich komme zurück in die Region»

Mit den Kloten-Bülach Jets hat Hans Sturzenegger Quali-Sieger und Titelkandidat Nummer eins, Wiler-Ersigen, im Playoff-Viertelfinal hart gefordert. Mit 1:4 (3:2 n. V., 5:6, 4:14, 5:6 n. V., 5:6) fällt die Niederlage nicht allzu deutlich aus. «Der Sieg im ersten Spiel gab uns Mut», so Sturzenegger, der darauf hinweist, dass ein oder zwei Siege mehr dringelegen ­wären. «Wir machten uns das ­Leben mit Fehlern und Strafen in der Endphase der Partien selber schwer.» Eine Topmannschaft wie Wiler-Ersigen nütze dies halt konsequent aus. «Doch wir sind stolz darauf, wie wir agiert haben. Es hat Spass gemacht», sagt der 26-Jährige, spricht aber mehr fürs Team. «Ich habe mehr erwartet als ein Tor und zwei Assists», zeigt er sich selbstkritisch. Zumal er vor dem Playoff-Start in aus­gezeichneter Form war und in der ersten Linie spielen durfte.

Nach vier Jahren bei den Kloten-Bülach Jets gibt nun Hans Sturzenegger den Rücktritt vom NLA-Unihockey. «Ich komme zurück in die Region», verspricht der Stürmer. Kehrt er also zum UHC Sarganserland zurück? «Im Herzen bin ich Grabser», lässt er durchblicken. Gut möglich, dass er zum Heimatclub UHC Rangers Grabs-Werdenberg zurückkehrt. Die Chancen dazu, so meint er, stehen gut.