Unerkannte Heldinnen

Kinotip

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«Hidden Figures», diesem «besonderen Film», der zurzeit im Kiwi-Treff Werdenberg im regulären Programm zu sehen ist, gilt für Kinofreunde die besondere Aufmerksamkeit: er erzählt die auf Wahrheit beruhende Geschichte dreier schwarzer Frauen, die wahre Rechengenies sind. Es war Anfang der 1960-er Jahre in Amerika, Rassen- und Frauendiskriminierung war an der Tagesordnung, als die drei Frauen im Nasa-Forschungszentrum arbeiteten. Sie führten komplizierte Berechnungen durch, damit die erste bemannte US-Rakete erfolgreich in die Umlaufbahn der Erde geschossen werden konnte. Allerdings kam ihnen Russland mit dem Kosmonauten Yuri Gagarin zuvor. Diese Frauen hatten was drauf, kein Wunder verblüfften sie ihre männlichen Nasa-Kollegen mit ihren leichtfüssig dahergeschriebenen Formeln. Auch als der erste gigantische IBM-Rechner eintraf, waren ihre Dienste gefragt. Denn dieser musste auch programmiert werden. Gleichzeitig liessen sich die Frauen nicht diskriminieren. «Hidden Figures» ist in jeder Hinsicht ein packender Spielfilm, dazu noch sehr sorgfältig und authentisch gemacht. Kein Wunder, steht er mit drei Oscar-Nominationen im Rennen. (H.R.R.)