Umzonung für ein neues Betagtenheim scheint möglich

SEVELEN. Noch bis zum 24. Dezember liegt der Teilzonenplan Büelriet und Gärbi im Seveler Rathaus öffentlich auf.

Heini Schwendener
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SEVELEN. Noch bis zum 24. Dezember liegt der Teilzonenplan Büelriet und Gärbi im Seveler Rathaus öffentlich auf. Das ist bemerkenswert, denn noch im Vorfeld der Abstimmung über den Standort für ein neues Betagtenheim hiess es seitens der Behörden, der Standort Büelriet sei problematisch, da er nicht zonenkonform sei. Wegen des Umzonungsmoratoriums als Folge des revidierten Raumplanungsgesetzes würde eine Realisierung eines neuen Betagtenheims am Standort Büelriet wohl um Jahre verzögert. Hingegen könnte am Standort Drei Könige, der vom Gemeinderat bevorzugt wurde, das Bauvorhaben schnell umgesetzt werden. Trotzdem obsiegte an der Urnenabstimmung der Standort Büelriet.

Der Kanton stimmt zu

Der Teilzonenplan Büelriet und Gärbi, dessen Planauflage in diesen Wochen läuft, ist dem Kanton zur Vorprüfung vorgelegt worden und fand dort Zustimmung. Das erstaunt einigermassen angesichts der Aussagen des Gemeinderates bezüglich der problematischen Umzonung im Abstimmungskampf. Hat der Gemeinderat im Vorfeld der Abstimmung einfach nur Stimmung zugunsten des Standortes Büelriet gemacht?

Gemeinderat positiv überrascht

«Ganz bestimmt nicht», versichert Gemeindepräsident Roland Ledergerber gegenüber dem W&O, «das war keine Taktik des Gemeinderates. Wir sind selber sehr positiv überrascht über den Ausgang der Vorprüfung des Teilzonenplans Büelriet und Gärbi.» Es hätte nämlich immer wieder Signale gegeben, dass wegen des Moratoriums Umzonungen derzeit schlich nicht mehr möglich seien. Dieser Beteuerung des Gemeindepräsidenten gibt es anzumerken, dass im Vorfeld der Abstimmung diese Befürchtungen der Behörden nicht in Frage gestellt wurden und wohl selbst die Befürworter des Standortes Büelriet mit Schwierigkeiten bei der Umzonung gerechnet hatten. Trotzdem stimmte die Mehrheit des Volkes für das Büelriet und nicht für den Standort Drei Könige.

Der W&O hat sich beim Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kanton St. Gallen kundig gemacht, warum eine Umzonung für das Betagtenheim trotz all dieser Befürchtungen letztlich doch zeitnah möglich sein könnte. ? DIE DRITTE