Umzonung für Café und Läden

Die Toggenburg Bergbahnen AG möchte die Attraktivität des oberen Toggenburgs steigern. Ein zeitgemässer Ausbau der Talstation Unterwasser gehöre dazu. Die Tarif-Streitigkeiten zeigen derweil deutliche Auswirkungen in der Hotellerie.

Corinne Hanselmann
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Ansicht innen, Westflügel: Das geschwungene Dach mit zum Berg hin ansteigendem First sticht aus dem Plan für die neue Talstation heraus. Gelb ist das bisherige Gebäude eingezeichnet. (Bild: pd)

Ansicht innen, Westflügel: Das geschwungene Dach mit zum Berg hin ansteigendem First sticht aus dem Plan für die neue Talstation heraus. Gelb ist das bisherige Gebäude eingezeichnet. (Bild: pd)

TOGGENBURG. 1934 wurde die Standseilbahn Unterwasser–Iltios und die zugehörige Talstation gebaut. Bis heute dient sie als Hauptzugang für den Sommer- und Wintertourismus mit dem Ziel Iltios und Chäserrugg. 1968 und in späteren Jahren wurde das Gebäude mehrmals erweitert. Trotzdem werde es den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen nicht mehr gerecht, ist im Planungsbericht zu lesen, der mit dem Teilzonen- und dem Überbauungsplan derzeit öffentlich aufliegt.

Restaurant und Sportgeschäft

Wie schon beim Bau des neuen Chäserrugg-Restaurants wurden die Basler Architekten Herzog & de Meuron mit der Planung beauftragt. Gegenüber der bisherigen Talstation wird der Neubau grösser und – auch architektonisch – moderner. Das Bahnviadukt bleibt bestehen, die alte Talstation wird rückgebaut.

Eine grosszügige neue Bahnhofshalle soll die Reise in die Berge und das Ankommen im Tal stärker inszenieren. Links und rechts der Halle werden beheizte Räume gebaut, in denen Büros der Toggenburg Bergbahnen, ein Café mit Küche, ein Sportgeschäft, ein Laden mit regionalen Produkten, WCs, Garderoben mit Duschen und Schliessfächern für die Gäste untergebracht werden. Der Zugang soll behindertengerecht sein.

Das geplante Gebäude erhält ein symmetrisches Satteldach. Das ganze Dach hat eine geschwungene Form, der First steigt bergseitig an, um der Bahn die Einfahrt zu ermöglichen. Auf der anderen Seite ragt die Erweiterung als Vordach über die Strasse hinaus, um einen geschützten Bereich zu schaffen. Dieses hat eine Mindesthöhe von 4,5 Metern, damit der Verkehr ungehindert passieren kann. Grundsätzlich werden für den Bau natürliche Materialien bevorzugt.

Um den Zugang zur Talstation für den Langsamverkehr attraktiver und sicherer zu gestalten, soll der Bereich um das neue Gebäude verkehrsberuhigend gestaltet werden. An einer nahen Postauto-Haltestelle sind die Betreiber sehr interessiert, um den Touristen ein einfaches Umsteigen zu ermöglichen.

Eine Umzonung ist notwendig

Die beiden betroffenen Grundstücke an der Früeweidstrasse mit einer Fläche von rund 9000 m2 liegen zurzeit in der «Intensiverholungszone Transportanlagen». Da Café und Verkaufsladen in dieser Zone nicht realisiert werden dürfen, ist zuvor eine Umzonung in die «Intensiverholungszone Transportanlagen und Beherbergung» notwendig. Der Teilzonen- und der Überbauungsplan liegen noch bis 19. November bei der Gemeinde auf.