Umstrittene Zügelaktion

In Wartau kommt es im Zuge der Sanierung des Oberstufenzentrums zu Verlegungen von Real- und Primarschulklassen. Etliche Eltern finden, dies sei nicht zum Wohl der Kinder.

Heini Schwendener
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WARTAU. Der Umbau des Oberstufenzentrums Seidenbaum in Trübbach, für den das Stimmvolk einen Kredit von 6,5 Millionen Franken gesprochen hat, führt in der Schulgemeinde zu einer grossen Zügelaktion. Um einen geordneten Schulbetrieb im Seidenbaum trotz umfassender Sanierungsarbeiten zu gewährleisten, werden nämlich gemäss Beschluss des Schulrates die Realschulklassen für 18 Monate ins blaue Schulhaus Prapafier in Trübbach verlegt.

Die Primarschulklassen, die im Prapafier unterrichtet werden, müssen der Realschule weichen. Sie werden verlegt in den Schulraum des Feuerwehrdepots Dornau in Trübbach, in den Schulraum des Mehrzweckgebäudes Oberschan sowie ins Schulhaus Weite. Der Schulrat ist sich bewusst, dass diese Zügelaktion für alle Betroffenen – Schüler, Lehrer und Eltern – mit Umtrieben und Unannehmlichkeiten verbunden sein wird. Solche könnten aber leider nicht vermieden werden.

Anders sehen dies Eltern. Sie haben sich zu einer losen Gemeinschaft formiert und versuchen zu verhindern, dass die Primarschulkinder während so langer Zeit aus dem Schulhaus Prapafier ausziehen müssen. Schulkinder und Lehrer würden an den neuen Standorten isoliert, argumentieren sie. Viel besser würde die Schulgemeinde für die Realschüler beim Seidenbaum Container aufstellen. Dagegen sprechen laut Schulrat neben vielen anderen Gründen auch die grossen Kosten für eine Container-Lösung. Morgen kommt es zu einer Aussprache zwischen Eltern und Schulrat. • LOKAL 5

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