Umfassende Sanierung steht an

Die Strasse im Ausserdorf Azmoos weist Belagsflicke, Verformungen und Schadstellen auf. Zudem ist die Oberflächen- Entwässerung in einem schlechten Zustand. Daher spricht sich der Gemeinderat Wartau für eine Sanierung aus.

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Die Strassen im Ausserdorf Azmoos sind sanierungsbedürftig. Wie beispielsweise die Schollberggasse, die Risse, Absenkungen und Spurrinnenbildungen im Belag haben. (Bild: pd)

Die Strassen im Ausserdorf Azmoos sind sanierungsbedürftig. Wie beispielsweise die Schollberggasse, die Risse, Absenkungen und Spurrinnenbildungen im Belag haben. (Bild: pd)

AZMOOS/WARTAU. Der schlechte Zustand der Infrastruktur im Ausserdorf kommt nicht überraschend. Bereits im November 2006 wurde über das ganze Gemeindegebiet der Zustand des Strassen- und Trottoirbelags sowie der dazugehörigen Randabschlüsse von einem Ingenieurbüro beurteilt und dokumentiert. Die Strasseninfrastruktur ist in einem Zustandsbericht erfasst. Deshalb erfolgen etappierte Sanierungen, bei denen sich die einzelnen Dörfer abwechseln.

Der Gemeinderat will damit einen Sanierungsstau verhindern und legt die Projekte der Bürgerschaft aufgrund der Einheit der Materie vor oder stellt bei kleineren Massnahmen entsprechende Budgetanträge an der Bürgerversammlung.

2,21 Millionen Franken Kosten

Im Herbst 2014 wurde der aktuellste, visuelle Zustand der Strassen und der dazugehörigen Entwässerungsanlage im Ausserdorf aufgenommen. Aus den neusten Aufnahmen ist eine weitere Verschlechterung des baulichen Zustands ersichtlich. Mehr als 85 Prozent des Perimeters werden heute als kritisch bis schlecht bezeichnet. Der Gemeinderat hat deshalb von einem Ingenieurbüro ein Sanierungskonzept erarbeiten lassen. Dieses sieht vor, dass sämtliche Strassenabschnitte bis ins Jahr 2020 saniert werden. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf 2,21 Millionen Franken und sollen innert 20 Jahren abgeschrieben werden. Das heisst, 110500 Franken pro Jahr.

Ganzheitliche Lösung

Das am 15. November der Stimmbevölkerung zur Annahme empfohlene Projekt sieht eine ganzheitliche Lösung vor. Im Budget berücksichtigt sind der Strassenbau, das Schmutz-, Misch- und Regenabwasser sowie die Bachleitungen und die Baumeisterarbeiten für die Strassenbeleuchtung. Die einzelnen Sanierungsabschnitte müssen aus bautechnischer Sicht und aus finanziellen Gründen in zeitlich getrennten Etappen ausgeführt werden. Der Vorteil der umfassenden Lösung liegt in der Nachhaltigkeit. Zumal für die Werkleitungen der Dorfkorporation Azmoos ohnehin Sanierungen anstehen, wie es in einer Mitteilung heisst. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Sanierung die zu geringe hydraulische Kapazität der Regenwasserentsorgung ausgebaut wird und so drohenden Überflutungen von Privatliegenschaften entgegengewirkt werden kann. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass durch die Nutzung von Synergien bei der ganzheitlichen Lösung zusammen mit dem Dorf Azmoos auch Kosten gespart werden können und die Behinderungen für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer bedeutend geringer sind, als bei punktuellen Reparaturarbeiten.

Ablehnung schlechte Alternative

«Im Falle einer Ablehnung wird die Möglichkeit einer ganzheitlichen, gemeinsamen Sanierung vergeben», wird in der Mitteilung betont. Die Werkleitungen der Dorfkorporation Azmoos müssten dennoch saniert werden. In der Folge würden sich die Kosten auf die verschiedenen Werke verteilen, was gesamthaft gesehen zu Mehrkosten führen würde. Weiter wäre es möglich, dass es innerhalb von kurzer Zeit in demselben Strassenabschnitt gleich mehrmals zu Sanierungsarbeiten und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten kommen könnte. Der Strassenkörper würde zudem und trotz den Investitionen ein Flickwerk bleiben.

Deshalb empfiehlt der Gemeinderat Wartau der Bürgerschaft die Annahme der Gesamtprojektkosten in der Höhe von 2,21 Millionen Franken für die Sanierungsarbeiten. Hinter dem Sanierungsvorhaben steht auch die Dorfkorporation Azmoos. «Das Dorf Azmoos unterstützt die gemeinsame Sanierung, damit Kosten optimiert werden können», sagt Walter Frei, Präsident der Dorfkorporation Azmoos, und unterstützt damit den Antrag des Gemeinderates. (pd)