Um den Ständeratssitz kommt es zum erwarteten Zweikampf

ST. GALLEN. Die St. Galler CVP gibt nach dem schlechten Abschneiden im Ständeratswahlkampf Forfait: Die Partei tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Damit kommt es zum Zweikampf zwischen Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner (SP) und dem Rorschacher Stadtpräsidenten und Nationalrat Thomas Müller (SVP).

Regula Weik
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ST. GALLEN. Die St. Galler CVP gibt nach dem schlechten Abschneiden im Ständeratswahlkampf Forfait: Die Partei tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Damit kommt es zum Zweikampf zwischen Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner (SP) und dem Rorschacher Stadtpräsidenten und Nationalrat Thomas Müller (SVP).

Der Kandidat der CVP, der Rüthner Gemeindepräsident Thomas Ammann, hatte es am Wochenende lediglich auf den fünften Platz geschafft. «Wir hatten mehr erwartet», sagt Parteipräsident Patrick Dürr. Und da kein anderer starker Herausforderer parat stehe, sei der Verzicht «konsequent»; die Partei wolle «keine Experimente» eingehen.

Die CVP hatte jahrzehntelang einen der beiden St. Galler Ständeratssitze gestellt. Bei den Wahlen 2011 verpasste Eugen David im ersten Wahlgang seine Wiederwahl und zog sich zurück. Der Sitz ging im zweiten Wahlgang an Paul Rechsteiner.

Nachdem die kleineren Parteien, die im ersten Wahlgang noch mitgemischt hatten, verzichten, wird es am 15. November im zweiten Wahlgang zu einer Auseinandersetzung zwischen links und bürgerlich kommen. Die Erwartung von SVP-Präsident Herbert Huser ist klar: Er rechnet mit der Unterstützung der Freisinnigen; diese wollen Thomas Müller erst zu einem Hearing einladen und dann entscheiden. ? LOKAL 5