ULTRASPORT: Geburtstagsständchen für den Gewinner

Das Ultratriathlon-Weltcuprennen von Buchs hat einen ersten Sieger. Der Ungar Ferenc Szönyi erreichte als erster Athlet der Kategorie «Deca Continuous» das Ziel. Bemerkenswert: Keiner der 16 Teilnehmer hat bis Sonntagabend das Rennen aufgegeben.

Robert Kucera
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Der Este Rait Ratasepp ist einer von 16 Ultra-Triathleten, die zum «Deca Continuous» angetreten sind und getreu dem Motto «Go hard or go home» tapfer durchhalten. (Bilder: Robert Kucera)

Der Este Rait Ratasepp ist einer von 16 Ultra-Triathleten, die zum «Deca Continuous» angetreten sind und getreu dem Motto «Go hard or go home» tapfer durchhalten. (Bilder: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Grosser Jubel brandete am Freitag, um 21.11 Uhr, auf. Ferenc Szönyi, bestückt mit der ungarischen Fahne, überquerte die Ziellinie des Ultratriathlons «Deca Continuous» als Erster. «Ich bin sehr glücklich», so sein erster Kommentar nach dem Zieleinlauf, der nicht nur wegen des Ankommens als Sieger äusserst emotional war. Denn für Szönyi wurde ein «Happy Birthday» gesungen. Just an seinem 53. Geburtstag hat er den zehnfachen Ultratriathlon (38 Kilometer Schwimmen, 1800 Kilometer Rad und 421,95 Kilometer Laufen) zu Ende gebracht. «Das ist der schönste Moment des ganzen Rennens», meint er sichtlich gerührt.

Es gab aber auch andere Episoden. «Manchmal war es gut, wie heute. Aber es war auch schmerzhaft», erzählt der Sieger. Nach dieser langen Distanz, so sagt er weiter, sei der Körper jetzt ausgelaugt. Als härteste Momente nennt er das Schwimmen. Diese 38 Kilometer waren eine Qual. Danach folgte der Genuss auf dem Rad. Denn auf dem Rheindamm fühlte sich der Ungar, der in einem Ort an der Donau wohnt, förmlich wie zu Hause. Als entscheidend für den Erfolg nannte Szönyi die ausgezeichnete Arbeit seiner Supporter und betonte, dass er sich in Buchs sehr wohl gefühlt hat. «Es war ein unglaublich schönes Rennen, an einem wunderschönen Ort. Und die Organisation war die Beste, die ich je erlebt habe», so der erfahrene Ultrasportler.

Nächster Weltrekord für Alexandra Meixner

Am Wochenende komplettierten der Engländer David Clamp (2.) und der Franzose Laurent Guinette (3.) das Siegerpodest des «Deca Continuous». Der einzige Schweizer Teilnehmer, Mitorganisator Daniel Meier, wurde Fünfter. Nachdem sechs Herren das Ziel erreicht hatten, schlug die grosse Stunde für die Österreicherin Alexandra Meixner: Sie erreichte nach 244:55:34 das Ziel, was neuer Weltrekord bei den Damen im «Deca Continuous» bedeutet. Als letzter Wettkampf wurde am Samstag der «Quintuple One per Day» gestartet. In diesem fünffachen Ultratriathlon wie auch in der bereits seit letzten Montag laufenden Zehn-Tage-Version des Rennens werden die Sieger am Mittwochabend erwartet. Zudem findet auch noch der «Quintuple Continuous» statt.