UHCS wieder nur nah dran

Der UHC Sarganserland hat eine starke Leistung im Cup-Achtelfinal gezeigt. Gegen NLA-Tabellenführer Winterthur verlor der UHCS nach 2:0-Führung 4:6.

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Enge Sache: Der UHC Sarganserland, hier mit Joel Loop (rechts), wehrte sich bis zum Schluss gegen den Favoriten aus Winterthur. (Bild: Erwin Keller)

Enge Sache: Der UHC Sarganserland, hier mit Joel Loop (rechts), wehrte sich bis zum Schluss gegen den Favoriten aus Winterthur. (Bild: Erwin Keller)

UNIHOCKEY. Nach 40 Minuten hatte der Winterthurer Trainer Rolf Kern genug gesehen. Zu Beginn des Schlussdrittels beim Stand von 2:2 sammelte Kern seine besten Kräfte in zwei Linien – zur Erinnerung: Rychenberg Winterthur ist derzeit Tabellenführer der NLA. Auf dem Feld standen dann drei Finnen, je zwei Schweizer und deutsche sowie ein tschechischer Nationalspieler und noch zwei starke NLA-Akteure.

Tor des Tages von Regi-Skalik

Fortan glich die Cuppartie einem Tennisspiel im Entscheidungssatz. Der UHCS wehrte im Halbminutentakt die wilden Abschlüsse der Zürcher ab und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Bis zur 54. Minute durften die unterklassigen Gastgeber hoffen, dann traf Topskorer Moritz Schaub zum 2:3- Zwischenstand. Drei Minuten später hiess es dann sogar 2:5.

Einer gab sich aber noch nicht geschlagen: Vojtech Regi-Skalik drosch die Kugel nur zwei Sekunden nach dem Wiederanpfiff mit dem Tor des Tages zum 3:5 in die Maschen. Nun war die Stimmung bei den 340 Zuschauern zurück und tatsächlich: 34 Sekunden vor Schluss verkürzte Claudio Stucki backhand zum 4:5. Sollte doch noch eine Sensation drinliegen? Leider nein – Winterthur-Keeper Patrick Eder behielt die Übersicht, und Schaub traf eine Sekunde vor Schluss noch ins leere Tor.

Führung nicht in Pause gerettet

Begonnen hatte der Cupfight ideal für die Sarganserländer. Mit einem wahren Sturmlauf überraschten sie den NLA-Leader. Der Aufwand wurde belohnt: Nach 13 Minuten führte der UHCS nach Toren von Samuel Pfiffner (5.) und Sven Kocherhans mit 2:0. Ein Überzahltor (16.) und ein Schlenzer Schaubs (20.) führten aber noch vor der Pause zum Ausgleich.

«Gnadenlos ausgenutzt»

Einmal mehr im Schweizer Cup hiess es für den UHC Sarganserland: Gut gespielt, heroisch gekämpft und den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht – aber die Früchte erntete dann doch der oberklassige Gast. «Schade», meinte der enttäuschte Stürmer Daniel Grass, «unsere fünf schwachen Minuten hat Winterthur gnadenlos ausgenutzt.» Dass Rychenberg im letzten Drittel nur noch mit zwei Linien spielte, darf aber als grosses Kompliment für den UHCS gewertet werden.

Sieg in letzter Minute

Besser lief es für den UHC Sarganserland am Samstag. Im Derby gegen Davos-Klosters mussten die gut 200 Zuschauer aber bis zur letzten Minute zittern, bis die drei Punkte im trockenen waren. Fabio Good und Samuel Pfiffner machten in der 60. Minute den 8:4-Heimsieg klar. Ein verdienter Erfolg. Nach einem 19 Minuten langen, starken Startdrittel führten die Sarganserländer mit 4:1. In der letzten Minute des ersten Drittels mussten sie aber noch zwei ärgerliche Gegentreffer der Bündner einstecken. Nach dem torlosen Mittelabschnitt hiess es bis zur 58. Minute 5:4 für Sarganserland, ehe – einmal mehr – Regi-Skalik zum vielumjubelten 6:4 einschoss. Ohne Torhüter versuchten die Davoser ihr Glück – Good und Pfiffner sagten Danke. Mit dem Erfolg rückt der UHCS auf den dritten Tabellenrang vor. (rvo)