«Übergabe ist ein absoluter Glücksfall»

Die Arbeiten am neuen Museum Schlangenhaus im Städtli Werdenberg laufen auf Hochtouren. Gestern hat die Stiftung Schlangenhaus dem Verein Schloss Werdenberg den Schlüssel für den Museumsbetrieb übergeben. Ende März wird Eröffnung gefeiert.

Doris Büchel
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Bernadette Dudli, Rudolf Lippuner, Katrin Glaus und Maja Suenderhauf (von links) bei der Übergabe. (Bild: Doris Büchel)

Bernadette Dudli, Rudolf Lippuner, Katrin Glaus und Maja Suenderhauf (von links) bei der Übergabe. (Bild: Doris Büchel)

WERDENBERG. Es gab Blumen und Schokolade zur Feier des Tages – «Grabser Schokolade», wie Rudolf Lippuner, Grabser Gemeindepräsident und Präsident der Stiftung Regionalmuseum Schlangenhaus Werdenberg, mit einem Augenzwinkern verlauten liess. Und es gab einen Schlüssel, «einen alten Tresorschlüssel», der mit einer roten Masche verziert dem Verein Schloss Werdenberg, vertreten durch Präsidentin Katrin Glaus, übergeben wurde. Im Beisein von Mitarbeiterinnen und Mitgliedern der Stiftung sowie des Vorstands des Vereins Schloss Werdenberg sprach Rudolf Lippuner bei der Übergabe von einem «absoluten Glücksfall». «Der Stiftung fehlten die Mittel und die Ausstellung hätte dringend erneuert werden müssen.» Ein Museumsbetrieb verursache Kosten, es sei eine Überlebensfrage gewesen, so Rudolf Lippuner.

Viele ehrenamtliche Stunden

Entstanden ist das Museum 1998, mit grossem Enthusiasmus und dem beträchtlichen Engagement vieler Beteiligter. So erstaunte es nicht, dass auch die bisherige Kuratorin Maja Suenderhauf die Zeremonie mit einem lachendem und einem weinenden Auge verfolgte. Sie war damals gebeten worden, im Keller des Schlangenhauses die Archäologie der Region Werdenberg darzustellen. Maja Suenderhauf hat das Museum seit 2008 nebenberuflich und in vielen Stunden Freiwilligenarbeit geleitet. Ihr zur Seite standen Bernadette Dudli und über 20 Personen, die das Museum unterhielten und während der Öffnungszeiten betreuten.

Teil eines Ensembles

Das Schlangenhaus sei jetzt Teil eines grösseren Ensembles, sagte Maja Suenderhauf, die den Museumsmachern gemeinsam mit This Isler beratend zur Seite stand und in der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe «Museum und Geschichte» weiterhin aktiv ist. Der eigentliche Museumsbetrieb wird in die Hände des Geschäftsleiters des Vereins Schloss Werdenberg, Kurt Scheidegger und dessen Team gelegt.

Auch Katrin Glaus, Präsidentin des Vereins Schloss Werdenberg betonte, man wolle den guten Geist der grossartigen Aufbau- und Bewahrungsarbeit ins neue Museum mitnehmen. «Es ist einfach, jetzt hier zu stehen und den Schlüssel in Empfang zu nehmen. Der eigentliche Hosenlupf ist in den vergangenen 15 Jahren passiert», so Katrin Glaus.

Ende März wird die erste Etappe der neuen Museen Werdenberg und damit die neue Ausstellung im Museum Schlangenhaus offiziell eröffnet. Das neue Schlossmuseum mit Bistro folgt im Frühjahr 2015.

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