Über die Schlachtung auf der Weide scheiden sich die Geister

REGION. Das Interesse an der Medienveranstaltung über die Weideschlachtung war äusserst gross. Das Thema ist in aller Munde – sowohl in landwirtschaftlichen Kreisen wie auch bei der Bevölkerung.

Heidy Beyeler
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Vom Hochsitz wird auf das Tier geschossen werden. (Bild: Heidy Beyeler)

Vom Hochsitz wird auf das Tier geschossen werden. (Bild: Heidy Beyeler)

REGION. Das Interesse an der Medienveranstaltung über die Weideschlachtung war äusserst gross. Das Thema ist in aller Munde – sowohl in landwirtschaftlichen Kreisen wie auch bei der Bevölkerung. Über eine mögliche Weideschlachtung in der Schweiz wird allerdings schon seit einigen Jahren kontrovers diskutiert.

Ein Nischenprodukt

Bei der Diskussion um die Weideschlachtung scheiden sich die Geister, und häufig gibt es keine Kompromisse. In einem Punkt sind sich die Landwirte einig: Die Weideschlachtung ist als Nischenprodukt und für die Direktvermarktung geeignet – nicht aber für grosse Massen. Verbände und Vereine wie der Schweizer Tierschutz (STS), der Schweizer Bauernverband oder der Verein Mutterkuh Schweiz, der Metzgerverband und deren Mitglieder äussern sich hingegen skeptisch gegenüber dem Schuss auf der Weide – sie plädieren für den Transport zum Schlachthof.

Der W&O hat Mutterkuhhalter und Metzgermeister in der Region zum Thema Weideschlachtung befragt. Die Bandbreite der Meinungen reichte von Zustimmung über bedachtes Abwägen bis hin zu Zurückhaltung. Ein absoluter Gegner der Methode war nicht auszumachen.

Vom Stress nicht verschont

Für Mutterkuhhalter, die ihre Rinder sowie andere Schlachttiere an Grossverteiler verkaufen, ist die Weideschlachtung schlicht unmöglich. Ein grösserer Anteil der Tiere bleibt demzufolge vom Stress durch den Transport in den Schlachthof nicht verschont – auch wenn der Weg dorthin noch so kurz sein mag. • LOKAL 5