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TRÜBBACH/LONDON: Wartauerin dreht Fantasyserie

Die 18-jährige Raphaela Wagner aus Trübbach lebt ihren Traum an der London Met Film School. Aus ihrem ersten kleinen Projekt «Once One» wird statt eines Kurzfilms nun eine Fantasyserie.
Miriam Küpper
Raphaela Wagner (Mitte) einmal vor der Kamera: die Wartauerin beim Dreh ihres Crowdfunding-Videos. (Bild:)

Raphaela Wagner (Mitte) einmal vor der Kamera: die Wartauerin beim Dreh ihres Crowdfunding-Videos. (Bild:)

Miriam Küpper

redaktion@wundo.ch

Seit fünf Monaten lebt Raphaela Wagner aus Trübbach in London. Dort besucht sie an der Met Film School einen Kurs, der sie mit Tipps und Tricks in die Filmbranche einführen soll. Der Kurs hat Wagner bereits jetzt zu unverhofften Chancen verholfen: «Mitte November habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und hab den Trailer zu meinem Kurzfilm ‹Once One› meinem Tutor gezeigt», erinnert sich die 18-Jährige. «Once One» entstand ursprünglich als Wagners erstes Projekt in Zusammenarbeit mit Jungschauspielerinnen der Region. «Ich war sehr nervös, meinen Anfängerfilm zu präsentieren, aber rückblickend war es eine meiner besten Entscheidungen. Das Feedback war nämlich der Start für die Idee mit der Fantasyserie», erklärt die junge Filmschaffende. Viele ihrer bisher noch nicht umgesetzten Ideen vereinte sie mit dem Urwerk «Once One»: «Die neue Story war geboren.»

Ein neues Drehbuch musste her

Viel vom ursprünglichen «Once One»-Projekt ist aber nicht mehr übrig: «In einem Kurzfilm muss man sich auf kleine Geschichten mit wenigen Charakteren beschränken. Dies ist bei der Serie nicht mehr der Fall. Das bedeutet natürlich, dass ein neues, viel grösseres Drehbuch her muss.» Die Grundidee sei aber trotzdem noch dieselbe – nur alles in grösserer Ausführung. Die Charaktere sind geblieben, jedoch gibt es in der Serie verschiedene «Storylines», die jedem Charakter zusätzlich Raum zur Entfaltung bieten. Gedreht wird die Serie statt im Wartau wie beim Kurzfilm nun in Bergregionen der Schweiz und Österreich: «Wir drehen an zwei eindrücklichen Locations in Tarasp und Nauders.»

Der rote Faden in der Serie wird wie beim Kurzfilm auch folgender sein: «Gemeinsam sind wir stark.» Dazu kämen lediglich noch einige überraschende, neue Wendungen, wie die Regisseurin aus Trübbach verrät. Eine kurze, allgemeine Beschreibung lässt sich Wagner aber dennoch entlocken: «In einem Bergdorf des 18. Jahrhunderts wird die Bauerntochter Zina Zeugin neuer Ausbrüche von Hexenverfolgungen. Aufgrund der Verbindungen ihrer Eltern zu den mysteriösen Lae­grits, welchen aussergewöhnliche Fähigkeiten sowie Hexerei zugeschrieben werden, rückt Zina plötzlich ins Interesse der Hexenverfolger. Schon bald befindet sich die junge Heldin somit in tödlicher Gefahr.»

Hochkarätiges Team vor und hinter der Kamera

Für das Projekt konnte Raphaela Wagner, zusammen mit ihrem Producer Cyril Fischer, der ebenfalls Schweizer und Student an der Met Film School ist, bereits zwei äusserst erfahrene Schauspieler gewinnen: «Christopher Dane, der vor allem für sein Mitwirken bei ‹Dr. Who›, ‹Born of Hope› oder ‹Ren› bekannt ist, übernimmt zu unserer grossen Freude die Rolle des Baldin.» Ausserdem hat das Duo eine bekannte Schweizer Schauspielerin für «Once One» mit an Board geholt: «Regula Grauwiller wird als Caecillia in der Serie zu sehen sein. Sie ist vor allem für ihre Rollen in ‹Cargo›, ‹Blue my Mind› oder ‹Tatort› schweizweit bekannt», schwärmt Wagner. Doch nicht nur vor der Kamera sind bei «Once One» bekannte Branchenanhänger dabei: Sam Parsons, ein mit verschiedenen Preisen ausgezeichneter Cinematograph, ist ebenfalls mit an Board. Das Team, bei welchem die meisten Mitglieder noch unter 30 Jahren jung sind, möchte mit vollem Einsatz und Motivation überzeugen. «Das Alter ist in unseren Augen nicht das Ausschlaggebende für Professionalität, sondern der Einsatz, den man zu geben bereit ist», spricht Wagner im Namen ihrer Filmcrew.

Finanzierung mittels Crowdfunding

Als Fantasyserie stellt «Once One» Wagner und ihr Team neben den technischen auch vor finanzielle Herausforderungen: «Das Projekt kommt nur zustande, da viele Crewmitglieder gratis arbeiten und wir uns durch Crowdfunding finanzieren.» Bereits jetzt dürfen die jungen Filmschaffenden zusätzlich auf die Unterstützung von der Cine Tirol Film Commission, dem Verein Altfinstermünz sowie der Gemeinde Scoul zählen. Das internationale Projekt befindet sich nun auf dem Endspurt der Finanzierung: «Unser Crowdfunding läuft noch bis zum 10. März», so Wagner. Zusammengekommen sind bis Montag rund 5000 Franken. Mit dem Geld soll die Pilotfolge von «Once One» gedreht werden, welche das Schweizer Duo Wagner und Fischer bei verschiedenen Filmfestivals in Europa einreichen möchten. Wie viele Folgen danach kommen, ist noch ungewiss: «Wie viele Folgen die erste Staffel schlussendlich haben wird, hängt von unseren finanziellen Mitteln ab.»

Hinweis

Das Projekt kann unter folgendem Link unterstützt werden: www.100-days.net/de/projekt/once-one

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