«Trübbach und Fribourg»

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Die Ragazer haben die Ausrüstung für das Lichtspektakel in der Taminaschlucht für eine halbe Million Franken eingekauft. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Die Ragazer haben die Ausrüstung für das Lichtspektakel in der Taminaschlucht für eine halbe Million Franken eingekauft. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Momentan ist die 20-jährige Studentin Svenja Kruse nur übers Wochenende zu Hause in Trübbach. Sonst ist sie in Ausbildung zur Sekundarlehrerin in Fribourg. Kürzlich stand sie Andrea Müntener Rede und Antwort.

Grüazi Frau Kruse, wie geht es Ihnen?

Mir geht es gut, jetzt, wo Ferien sind. Ich habe ein strenges Semester hinter mir und diese Woche war WG-Putz angesagt. Zudem übernahm ich eine Stellvertretung. Das «Grüazi, Frau Kruse» am Morgen war noch etwas ungewohnt, aber die Arbeit machte Spass und gefiel mir sehr.

Wie lange wohnen Sie schon im Werdenberg?

Mit vier Jahren zogen wir von Chur in den Alberwald in der Weite, da das Haus in Trübbach erst renoviert werden musste. Ich genoss das Leben auf dem Bauernhof meiner Grosseltern; wir picknickten auf den Strohballen oder halfen mit den Kühen. Auch jetzt wohnen wir am Ortsrand, neben dem Trüebbach. Seit ich in Fribourg studiere, schätze ich die Natur hier wieder viel mehr.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Ich habe soeben meine Stellvertretung in der Nähe von Fribourg, wo ich Deutsch und Französisch unterrichtete, abgeschlossen. Die Hoffnung der Schüler, dass ich die diesjährige Gewinnerin von «Germanys Next Topmodel» sei, musste ich ihnen leider schon am ersten Tag ausschlagen. Dabei ist mein Name laut einem Schüler sehr eingängig, wegen der Svenja bei «Wicky und die starken Männer 2» und Tom Cruise. Daneben schreibe ich an einer Germanistik-Arbeit, wobei ich Motivationslöcher immer öfter für die Planung eines weiteren Benefizkonzertes ausnutze.

Wer ist Ihr wichtigster Mensch?

Konkret mit einem Namen kann ich diese Frage nicht beantworten, da ich überall Freunde oder Verwandte habe. Um trotzdem jemanden zu nennen: Meine Zwillingsschwester Rebekka. Mit ihr teile ich zwar keine tele­pathischen Kräfte, wir verstehen uns aber doch oft ohne Worte und ich kann ihr alles anvertrauen.

Was bedeutet Freundschaft für Sie?

Freundschaft ist für mich etwas sehr Wertvolles, das ich gerne pflege; man sich aber auch länger einmal nicht sehen kann und ­immer noch eine Gaudi mit­einander hat. Dazu gehört Ehrlichkeit und bei Bedarf Zuhören, aber auch gemütliche Abende mit einem Bierli.