TRÜBBACH: Schauspiel mit viel Körpereinsatz

Der Unterhaltungsabend des Turnvereins Weite in der Schulanlage Seidenbaum war wieder ein Anlass für ein genüssliches Vergnügen bis spät in die Nacht hinein.

Heidy Beyeler
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Auch der Vereinsnachwuchs präsentierte sich am Unterhaltungsabend. (Bilder: Heidy Beyeler)

Auch der Vereinsnachwuchs präsentierte sich am Unterhaltungsabend. (Bilder: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion

@wundo.ch

Die beiden Unterhaltungsabende der Turnvereine Weite, die jeweils etwa Mitte März stattfinden, sind Garant für einen gelungenen Abend – mit niveauvollen turnerischen Show-Vorführungen, perfekten Choreografien, originellen Sketches, fröhlichem Beisammensein und guter Verpflegung. Und so war es denn auch am vergangenen Wochenende. Den Spruch, den sich die Turner und Turnerinnen dieses Jahr zum Motto machten, ist wohl jedem geläufig: «Ma sött halt amol… »

Dieses Mal ging es um Versäumnisse vergangener Generationen aus dem Turnverein. Auf einer Liste waren mehrere Wünsche von Kameraden aus der Gründungszeit aufgeführt, die bis dato nicht erfüllt wurden. Als vier Burschen aus der heutigen Generation die ominöse Liste im Archiv des Turnvereins entdeckten, machten sie sich fest entschlossen daran aufzuarbeiten, was es aufzuarbeiten gab. Und immer hiess es auch bei ihnen «ma sött halt amol, so dass in der Dorfkneipe bald einmal Wetten abgeschlossen wurden, in der Annahme, die vier Jungs würden es wohl niemals schaffen, die Pendenzen aus besagter Liste abzuarbeiten. Aber, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Programm mit dosiertem Variantenreichtum

Der vergnügliche Abend wurde mit vielfältiger Abwechslung ausgeschmückt, so dass keine Langeweile aufkommen konnte. Da waren einerseits die vier Schauspieler, die mit komödiantischen Szenen – im Original auf der Bühne und mittels Video-Übertragung –das Publikum zum Lachen verführten. Es gab einen roten Faden durch das ganze Programm hindurch, so dass die eingespielten Sketches schliesslich in einer Ganzheit erschienen. Die Gäste fanden so – zwischen den Auftritten der Turner und Turnerinnen – den Anschluss von einer Einlage zur anderen bestens. Als Schlussbouquet ihrer Sketches brachten sie einen Vergleich aus der Sportszene: «Wir müssten ein einziges Mal einen ‹Hattrick› schaffen: Ma sött amol im Sidenbaum ä Dreifach-Turnhalle baue.» Die vier Spassvögel ernteten damit tosenden Applaus.

Da waren aber auch die hervorragenden Leistungen der Wartauer Riegen und Turnver­eine. Von den Kleinsten bis hin zu den Starken liefen am Samstag alle zu Höchstleistungen auf. Beeindruckend waren die ambitionierten und bestens einstudierten Choreografien der einzelnen Gruppen – sei es beim Tanz, am Barren, auf dem Pferd oder beim Bodenturnen. Die Kleinen wie die Grossen haben ihre Auftritte sehr gut vorbereitet und gemeistert. Die Harmonie zwischen Bewegungen und musikalischer Begleitung war eine Augenweide. Die Freude der Akteure sprang buchstäblich auf das Publikum über. Dementsprechend gut und energiegeladen war die Stimmung im Saal.

Nach den turnerischen und schauspielerischen Darbietungen spielte die Band «3-lagig» aus Alt­ach zum Tanz auf und animierte die Leute zu einem Schlummertrunk an der Oldiebar oder im Stollen-7-Barwagen zu verweilen. Das Promilletaxi war zu später Stunde im Einsatz, um die Gäste wohlbehalten nach Hause zu bringen.