TRÜBBACH: Fachkenntnisse auf neuen Stand gebracht

Am Samstag haben sich an einem regionalen Unteroffiziers-Weiterbildungskurs 41 Teilnehmer aus den Werdenberger Feuerwehren weitere an der Praxis orientierte Fachkenntnisse in verschiedenen Einsatzbereichen angeeignet.

Hansruedi Rohrer
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Die richtig ausgeführte Absturzsicherung mit entsprechenden Vorbereitungen und besonderer Ausrüstung ist massgebend für die Feuerwehrarbeit an exponierten Stellen.

Die richtig ausgeführte Absturzsicherung mit entsprechenden Vorbereitungen und besonderer Ausrüstung ist massgebend für die Feuerwehrarbeit an exponierten Stellen.

Hansruedi Rohrer

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Für den vom Werdenberger Feuerwehrverband organisierten Kurs wurden verschiedene Arbeitsposten in Azmoos und Trübbach vorbereitet. Die teilnehmenden Unteroffiziere, in fünf Klassen unterteilt, hatten sieben Instruktoren als Lehrer. Kurskommandant war Simon Stauffacher (Feuerwehrkommandant Wartau), und als technischer Leiter konnte Daniel Koller (Feuerwehrkommandant Grabs) verpflichtet werden. Drei Personen standen zur Unterstützung und als Hilfspersonal zur Verfügung.

Dass solche Kurse wichtig sind, überzeugte auch Gemeinderat Martin Gabathuler, der den Teilnehmern am Morgen einen Besuch abstattete. Als neuer Präsident der Feuerschutzkommission Wartau richtete er nicht nur die Grussworte der Gemeinde aus, sondern bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für ihre Arbeit im Dienste der Allgemeinheit. «Wenn etwas ist, wird einfach die Feuerwehr gerufen», sagte er und hatte nicht unrecht damit.

Wassertransport, Methodik, Befehlsgebung, Zielformulierungen, Absturzsicherung und Chemiewehr auf Stufe Ortsfeuerwehr waren die komplexen Kursthemen. Ob Benzin, Diesel oder Flüssiggas bis zu einer bestimmten Menge, das von einem defekten Behälter fachgerecht umgepumpt werden muss: Der Unteroffizier hatte beim Übungsposten Chemiewehr mit seinem ganzen technischen Wissen für diesen speziellen Fall die Gruppe zu führen und klare Weisungen zu erteilen. Dabei galt es, eine Gefahrenzone, eine Sperrzone und eine Verkehrsumleitzone im Auge zu behalten. Die korrekten Arbeiten im Umgang mit der Fasspumpe und dem ganzen Umpump-System erforderten auch, einen dreifachen Brandschutz zu erstellen.

Die Feuerwehrleute verstehen ihre Aufgabe, nämlich Halten und Löschen sowie Retten, als ihren Ehrenjob. Doch ein sehr wichtiges Thema, dem immer mehr Bedeutung zugemessen wird, ist die Sicherheit der Einsatzleute. Gut zu beobachten war das beim Übungspunkt Absturzsicherung. War früher der Feuerwehrgurt mit Karabinerhaken aktuell, wird heute ganz anders gesichert. Es gibt ganze Sets, die einer Bergsteigerausrüstung ähnlich sind. Da wird mit Spezial- seilen gearbeitet, mit einem Traggeschirr, mit gesicherten Leitern und mit den Seilen, welche zum Beispiel über ein Dach gezogen und am Boden mindestens dreifach verankert werden. So kann der Feuerwehrmann sicher auf das Dach des Gebäudes gelangen und dort seine Arbeit verrichten.

Die allgemeinen Ziele dieser Aus- und Weiterbildung waren: Fachkenntnisse erneuern, sich aneignen und weitergeben, methodisch-didaktische Grundsätze vermitteln und natürlich das Führen einer Gruppe.