TRÜBBACH: Ein Querschnitt durch das Übungsjahr

Die Feuerwehr Wartau präsentierte an der diesjährigen Hauptübung an verschiedenen Posten ihr Handwerk. Dazu waren auch interessierte Gäste eingeladen.

Hansruedi Rohrer
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Der Standardeinsatz mit dem Tanklöschfahrzeug wird hier durchgeführt. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Der Standardeinsatz mit dem Tanklöschfahrzeug wird hier durchgeführt. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Hansruedi Rohrer

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Am Freitagabend begrüsste Feuerwehrkommandant Simon Stauffacher bei der Schulanlage Seidenbaum nicht nur sein Korps, sondern auch Gäste aus der Gemeinde Wartau zur Hauptübung. Diese war als Postenlauf eingerichtet, welcher einen Einblick in die Materialien, Geräte und Aufgaben der Feuerwehr bot. Zusammen mit Simon Stauffacher besuchten die Gäste die fünf eingerichteten Einsatzplätze, bei denen verschiedene Ereignisse auf die Feuerwehrleute warteten. Diese Postenarbeiten bestmöglichst zu lösen, war das Ziel. Und je sauberer gearbeitet wurde, umso mehr Punkte erhielt die Mannschaft.

Der informative Abend startete beim Schulhaus Seidenbaum. Dort bestand die Aufgabe der Feuerwehr darin, den Grundeinsatz bei einem Chemieunfall zu leisten: absperren, abdichten, eindämmen, Feuerschutz erstellen, die Flüssigkeit aus dem Havaristen umzupumpen. Bei einem grösseren Ereignis würde die Chemie-Stützpunktfeuerwehr Buchs angefordert.

Absturzsicherung am Modell demonstriert

Als nächstes gab es einen Standardeinsatz mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Schnellangriff zu verfolgen. Der Feuerwehrkommandant erklärte die Ziele hier. Knapp gesagt hiess das Sichern, Retten (Mensch, Tier, Sachwerte), Halten (schützen, löschen).

Relativ neu ist die Absturzsicherung mit entsprechendem Material bei der Feuerwehr. Diese Personensicherung ist nötig, wenn zum Beispiel auf einem Dach Ziegel entfernt werden müssen. Am Arbeitsposten wurde das Vorgehen am Modell demonstriert, danach gab es die Auslegeordnung mit den nötigen Materialien wie Spezialseile auf dem Bereitstellungsplatz. Ein vorbereitetes «Elementarereignis» im Kleinen mussten die Feuerwehrangehörigen an einem weiteren Posten lösen. Es galt, einen «Keller» auszupumpen, hier musste jedoch lediglich ein Gefäss abgesaugt werden. Ein lebenswichtiges Detail dabei: Mit einem speziellen Gerät wurde zuerst ein eventuell vorhandener elektrischer Strom im Wasser gemessen.

Eine Rechnungsaufgabe für die Feuerwehrler

Die letzte zu lösende Aufgabe war knifflig. Es galt nämlich, den Druckverlust bei einem Wassertransport mit grosser Leitung und unter Berücksichtigung der Motorspritzenleistung sowie der Höhendifferenz zu berechnen. Am Schluss sollte der Wasserdruck (Bar) am Einsatzort die Lösung sein. Nach zwei Stunden war die Hauptübung beendet. Inzwischen hatte der Feuerwehrverein im Depot Dornau in Trübbach das Nachtessen bereitgestellt. Simon Stauffacher lud dazu traditionsgemäss Feuerwehr und Gäste ein. Die Postenarbeit wurde natürlich den Feuerwehrlern mit süssen Geschenken und mit einem Applaus belohnt.