Trotz weniger Schnee gute Zahlen

Die Genossenschaft Familienskilift Tanzboden zählt nach drei Jahren 950 Genossenschafter. Trotz Schneeflaute und mageren 43 Betriebstagen resultierte am Ende einer kleiner Gewinn.

Hansruedi Kugler
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Die neuen Spielgeräte im Funpark des Familienskilifts Tanzboden bringen einen Zuwachs an Kundschaft. (Bild: pd)

Die neuen Spielgeräte im Funpark des Familienskilifts Tanzboden bringen einen Zuwachs an Kundschaft. (Bild: pd)

EBNAT-KAPPEL. Draussen blauer Himmel, 10 Grad, kein Schnee weit und breit, drinnen tief verschneiter Tanzboden – auf Grossleinwand in der Aula der Schule Wier: «Die Bilder machen euch sicher an, eure Skiausrüstung bereit zu machen», sagte der gut gelaunte Skilift-Präsident Thomas Nüesch. Verwöhnt seien sie in den ersten beiden Betriebsjahren gewesen, räumte Thomas Nüesch an der Generalversammlung vom Samstag ein. Der Start der Genossenschaft Familienskilift Tanzboden 2011 stand tatsächlich unter einem Glücksstern: Mit 80 und 81 Betriebstagen in den ersten beiden Saisons habe man von viel Schneeglück profitiert.

Budgetierung in drei Szenarien

Dass nun im dritten Betriebsjahr eine schlechtere Saison gefolgt sei, beunruhigt den Verwaltungsrat nicht. Solche Schwankungen sind in seiner Budgetierung berücksichtigt. Der Verwaltungsrat präsentiert nämlich jeweils drei Szenarien: 40, 60 und 80 Betriebstage. Am Tanzboden ist man noch auf Frau Holle angewiesen, hier sorgen keine Schneekanonen für permanent weisse Pisten. Das Budget haben die Ebnat-Kappler trotzdem im Griff. «Ziel ist es, ab einem durchschnittlichen Winter mit 60 Betriebstagen ein positives Ergebnis zu erzielen», sagt Thomas Nüesch. Dadurch sollen genügend Mittel erarbeitet werden, um den Verlust aus einem schlechten Winter verkraften zu können. «Unser höchstes Ziel ist die Sicherstellung des langfristigen Betriebs», so Thomas Nüesch.

Gute Zahlen, trotz wenig Schnee

Auch in der mageren Saison 2013/2014 mit bloss 43 Betriebstagen schrieb die Skilift-Genossenschaft schwarze Zahlen: Vor Abschreibungen und Steuern immerhin 18 483 Franken. Dies war möglich, weil die Tagesumsätze gegenüber den Vorjahren deutlich gesteigert werden konnten: Von 2581 und 2306 Franken auf 3152 Franken. Geholfen habe, dass der Skilift zwischen Weihnachten und Neujahr sowie in den Skiferien lief. Geholfen habe aber auch, dass mit den neuen Spielgeräten im Funpark neue Kunden angezogen werden konnten, sagte Thomas Nüesch. Eine Entlastung des Budgets resultiere zudem aus einer Zusammenarbeit mit der Badi Gommiswald, die von Ueli Schällibaum angeregt worden sei. Dieser sei mit der Idee auf die Skilift-Genossenschaft zugekommen, das neue Ticket- und Kassensystem im Sommer in der Badi Gommiswald einzusetzen, wo er als Präsident amtet. Nun komme das Kassensystem im Winter in Ebnat-Kappel, im Sommer in Gommiswald zum Einsatz.

Über hundert Genossenschafterinnen und Genossenschafter hatten sich am Samstag in der Aula der Schule Wier eingefunden und stimmten Rechnung, Budget und Wahlen einstimmig zu. Die Stimmung der anwesenden Genossenschafter spiegelte offenbar die Befindlichkeit des Verwaltungsrats: «Wir sind sehr zufrieden mit der Betriebsführung unseres Familienskilifts», sagte Thomas Nüesch. Eine Investition steht an: «Der Kiosk an der Talstation ist in die Jahre gekommen und soll mittelfristig modernisiert werden», sagte Thomas Nüesch. Ein konkretes Umbauprojekt werde aber erst an der nächsten Generalversammlung präsentiert werden können.

Zwei neue Verwaltungsräte

Die Versammlung wählte zwei neue Verwaltungsräte, die auf die kommende Generalversammlung Thomas Nüesch und Martin Frei ersetzen sollen. Christian Vetsch, Grundbuchverwalter in der Gemeindeverwaltung Ebnat-Kappel, sowie Christian Dellenbach, technischer Kaufmann und Betriebswirtschafter wurden einstimmig gewählt. Beide haben schulpflichtige Kinder – und entsprechen damit genau dem gewünschten Profil.