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TRIESEN/GRABS: Unbeabsichtigte Vielfalt in einem Konzert

Seit ihrem siebten Lebensjahr wird die Werdenbergerin Seline Jetzer von der Harfe begleitet. Im Rahmen ihres Bachelorprojekts «Uraufführungen» spielte sie am Samstag für ihr Abschlusskonzert in Triesen.
Julia Kaufmann
Seline Jetzer liess gekonnt ihre Finger über die Saiten der Harfe schweben, und so ertönte dadurch ein Feuerwerk an Klängen. (Bild: Julia Kaufmann)

Seline Jetzer liess gekonnt ihre Finger über die Saiten der Harfe schweben, und so ertönte dadurch ein Feuerwerk an Klängen. (Bild: Julia Kaufmann)

Mittlerweile ist die Harfe ein fester Bestandteil im Leben der talentierten Musikerin Seline Jetzer geworden. Mit ihr hat die Werdenbergerin schon einige Erfolge in ihrer Musikkarriere feiern können. Nun sollte ein weiterer wichtiger Lebensabschnitt mit dem Saiteninstrument geschaffen werden: der Bachelorabschluss an der Hochschule Luzern. Damit dieser gelingt, hat sich Jetzer ein spannendes Projekt einfallen lassen: Unter dem Motto «Uraufführungen» spielte sie drei verschiedene Stücke der Komponisten Jürg Hanselmann, Urban Mäder und Sara Wüest. Beim Stück der Komponistin wurde Jetzer überdies von der Akkordeonistin Joanne Baratta begleitet.

Gegenwärtige Musik findet Anklang

«Da ich stark in der zeitgenössischen Musik verankert bin, war für mich bereits zu Beginn meines Studiums klar, auch mein Bachelorprojekt ganz der aktuell komponierten Musik zu widmen», sagte Seline Jetzer. Mit dem Ergebnis sei die talentierte Harfenistin überaus zufrieden und ist erstaunt, «dass sich das Publikum auf die neue Musik eingelassen hat und somit die zeitgenössischen Kompositionen positiv annahm.» Und nicht nur ihre Zuhörer bekundeten Begeisterung für ihr Projekt, sondern auch die Verantwortlichen der Hochschule Luzern fanden Gefallen an «Uraufführungen», sodass Jetzer die Prüfung problemlos bestand.

Bereits vor zwei Jahren hat die Studentin damit begonnen, die ersten Komponisten über ihre Idee aufzuklären, und diese erteilten auf Anhieb ihre Zusage. «Der Gedanke an ‹Uhraufführungen› liess mich nicht mehr los, und auch bei den Komponisten Hanselmann, Wüest und Mäder stiess ich damit auf grosses Interesse. Ohne es zu beabsichtigen, kamen durch sie drei komplett unterschiedliche Werke zusammen», fügte Jetzer an.

Hanselmanns «Herbstsonate» ist 2015 entstanden und war somit das erste der drei Werke, das vollendet wurde. Mit diesem begann die Musikerin schliesslich auch ihr Konzert. Voller Konzentration betrat sie die Bühne, und als sie die ersten Töne zu spielen begann, wurde es plötzlich still im Saal. Die Besucher lauschten gebannt den sanften, aber dennoch ausdrucksstarken Klängen, die Jetzer gekonnt aus der Harfe erklingen liess. Die Komposition bestand aus drei Sätzen, wobei der Schlusssatz alle Teile des Stücks zu einer Sonate zusammenfasste und eine harmonische Abrundung generierte.

Eine spielerische Darbietung

«Dieses Werk konzentriert sich meiner Meinung nach am stärksten auf die Harfe. Regardez-vous!› von Wüest rückt wiederum vermehrt andere Elemente, wie beispielsweise das Plätschern des Wassers oder die Benutzung eines Geigenbogens, in den Vordergrund», fügte sie an. Die Komposition arbeitete daher vor allem mit disharmonischen Klängen, die zu Geräuschen weiterentwickelt wurden, wodurch eine spannende Darbietung entstand.

Das dritte Stück im Bunde war für Jetzer auch jenes mit der längsten Identifizierungsphase. «Jedes Werk erzählt seine Geschichte, doch Mäder arbeitet stets räumlich, weshalb ich mir viel Zeit genommen habe, die im Stück beinhalteten Sprechgesänge und Laute auch der Komposition entsprechend wiederzugeben», erklärte sie. «Immer höher» war auf einer kontinuierlich gleitenden Veränderung der Tonhöhen aufgebaut, die während des Stückverlaufs aus dem Ins­trument hinauswuchs und dadurch viel Abwechslungsreichtum bereithielt.

Julia Kaufmann

redaktion@wundo.ch

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