Trainerfragen geklärt, jetzt spielen

Der FC Vaduz gastiert heute Samstag um 20 Uhr im Stade de Suisse und trifft auf die Berner Young Boys. Brisant: Der FCV hat die Position seines Trainers gefestigt, und YB erhielt mit Adi Hütter einen neuen Cheftrainer.

Ernst Hasler
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FUSSBALL. «Alle Nationalspieler sind gesund zurückgekehrt. Den einen oder anderen, der zuletzt angeschlagen war, konnten wir wieder ins Training integrieren», klang FCV-Trainer Giorgio Contini bezüglich Personalsituation (Messaoud, Untersee) erleichtert. Seine Position beim FCV ist mit seiner Vertragsverlängerung gefestigt worden.

«Erwarten ein furioses YB»

«Ein neuer Trainer, ein neues Glück. Wir erwarten ein furioses YB, das extrem motiviert sein wird. Wir nehmen die Freude aus dem St. Gallen-Spiel mit. Einige Spieler hatten Doppelbelastungen, doch es sollte möglich sein, wieder frisch zu sein», schilderte Contini.

Personell sehe es nicht so schlecht aus. «Die Lücke von Naser Aliji können wir mit dem bestehenden Kader auffangen. Nationale Transfers sind noch möglich, wir werden eine Lösung suchen. Auf den Aussenverteidigerpositionen sind wir nicht doppelt oder dreifach besetzt. Dort halten wir die Augen offen», kündigte Contini an.

«Avdijaj ist ein Stossstürmer»

Mit der Neuverpflichtung des 21jährigen Albion Avdijaj besitzt der FCV nun einen weiteren Stürmer. Ob er heute auflaufen wird, liess Contini offen. «Wir halten uns alle Optionen offen. Wir besitzen eine Option mehr und das bietet uns taktisch mehr Möglichkeiten», so der Trainer.

«Es sind alles geile Typen. Hier ist es sehr familiär, das wusste ich schon im Vorfeld und habe ich noch nirgends in dieser Art erlebt», schwärmte Avdijaj und sprach sein Ziel an: «Viele Tore erzielen. Für die Mannschaft wird jeder Punkt wichtig sein, ich will sie unterstützen.» FCV-Stütze Philipp Muntwiler weiss, was seine Mannschaft heute erwartet. «Bei YB sind alle Spieler doppelt motiviert. Wir wissen aber, dass wir gegen YB schon gute Spiele gezeigt und einen Sieg realisiert haben. Wir spielen gerne gegen sie und sind zuversichtlich», so Muntwiler. Er nannte die Tugenden, die heute notwendig sein werden. «Es sind jene, die wir die gesamte Saison zeigen. Jeder geht für den anderen. Nur als Mannschaft können wir die drei Punkte holen. Wir haben einen Plan, der von A bis Z aufgehen muss.»

«An die Spitze zurückkehren»

Der Vorarlberger Adi Hütter hat bei den Young Boys Uli Forte beerbt. Hütter gewann zuletzt mit Red Bull Salzburg das Double in Österreich, doch unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Vereinsziele führten dazu, dass er dort den Posten aus freien Stücken räumte. Seine Ziele in Bern sind grossmundig. «YB muss dorthin zurückkehren, wo die Mannschaft hingehört – an die Spitze», sagte er. Trotzdem bleibt er auch Realist. «Ich bin kein Wunderwuzzi. Siege kann ich vorerst keine garantieren, aber mit der Zeit sollten sie eintreffen», erklärte Hütter. Er hatte vor Salzburg den SCR Altach in der Zweiten Bundesliga trainiert und den SV Grödig in die erste österreichische Bundesliga geführt.

In den ersten fünf Tagen seines Schaffens in Bern konnte er die Welt noch nicht allzu gross bewegen, da ein Drittel seines Kaders wegen Nati- und U21-Einsätzen fehlte. «Die Mannschaft ist nach dem sehr mässigen Start verunsichert», gestand Hütter.

«Gegen Vaduz werde ich das Team so einstellen, dass wir erfolgreich sind.» In der Spielanlage will er mehr Flexibilität zeigen. Hütter sieht sich als Entwicklungstrainer. «Sowohl der Verein als auch ich verfolgen hohe Ziele.»

Fünf Absenzen beim FC Vaduz

Der FCV muss auf Caballero, Schürpf, Neumayr (verletzt), Sutter und Kuzmanovic (rekonvaleszent) verzichten. Bei YB fehlt Seferi, fraglich sind bei den Bernern Hoarau, Sanogo, Benito und Gerndt. Anspiel ist heute um 20 Uhr in Bern.