Traditioneller 112er-Veteranentag sorgte für gute Laune

ST. LUZISTEIG. Seit vielen Jahren treffen sich die ehemaligen Wehrmänner des Geb Füs Bat 112 zu einer kameradschaftlichen Zusammenkunft. Zur Tagung 2015 hat Brigadier Beat Eberle die Ehemaligen auf die allen bestens bekannte geschichtsträchtige St.

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ST. LUZISTEIG. Seit vielen Jahren treffen sich die ehemaligen Wehrmänner des Geb Füs Bat 112 zu einer kameradschaftlichen Zusammenkunft. Zur Tagung 2015 hat Brigadier Beat Eberle die Ehemaligen auf die allen bestens bekannte geschichtsträchtige St. Luzisteig eingeladen, wo viele von ihnen vor 60 bis 70 Jahren in die Rekrutenschule eingerückt sind.

Buchser Kadi vermisst

Eine noch nie dagewesene Rekordbeteilung von 46 ehemaligen 112ern hat sich für die diesjährige Tagung angemeldet und damit das Zusammengehörigkeitsgefühl und die über viele Jahre gelebte Kameradschaft dokumentiert. Von vielen vermisst wurde, dass der legendäre frühere Kadi Martin Litscher aus Buchs nicht dabei sein konnte.

Das am 4. Dezember im Jahr 1939 in Walenstadt gegründete und am 31. Dezember 2003 in Buchs aufgelöste Geb Füs Bat 112 bestand damals vorwiegend aus Wehrmännern aus dem Sarganserland, dem Werdenberg und dem Toggenburg. Im letzten Jahr konnte das 112i in Mels sein 75-Jahr-Jubiläum feiern. Seit einigen Jahren hat der Ehrenkommandant des Bat. 112, Brigadier Beat Eberle, den Vorsitz mit der Administration und Organisation vom ehemaligen Kadi Martin Litscher übernommen.

Militärmuseum besichtigt

Nach dem Einrücken und der Begrüssung im Militärmuseum St. Luzisteig und anschliessenden traditionellen von der Armee spendierten Kaffee und Gipfeli im «Generalstübli» stand der Besuch und die Besichtigung des Militärmuseums auf dem Tagesprogramm. Nachdem das Festungsgelände, welches in seiner bewegten Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, während 40 Jahren quasi als «Heimat» der Rekruten und Traintruppen gegolten hatte, wurde das Militärmuseum errichtet und von der militärisch-historischen Stiftung Graubünden erworben und betreut. Es vermittelt einen nostalgischen Rückblick bezüglich historischen Bannern, Waffen und Uniformen.

Unterhaltsames Referat

In einem hochstehenden, aber für alle verständlichen Vortrag berichtete Eberle über die Situation in den verschiedenen Konfliktländern und ihre möglichen Gefahren für die militärische Sicherheit. Er schilderte die Auslöser des Arabischen Frühlings mit Hoffnung auf Freiheit und mehr Demokratie. Die Protestierenden kämpfen um sozial, wirtschaftlich und politisch bessere Lebensbedingungen und die Menschen lehnten sich auf gegen die autoritären Regimes. Aber auch die neuen Medien tragen das ihrige bei, um den Arabischen Frühling anzutreiben und als Herausforderung für die westliche Politik zu werden. Die heutige weltpolitische Situation könnte in einem totalen Chaos enden, hielt er vor den Anwesenden weiter fest.

In einem zweiten Teil beleuchtete Brigadier Beat Eberle in einem längeren Referat sehr umfassend aus seinem grossen staatsmännischen Wissen und seiner Erfahrung, das derzeit aktuelle Thema Demokratie gegen Extremismus. (pha)