Toggenburger Kräftemessen auf der Wolzenalp

SCHWINGEN. Am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr kommt es zum letzten Kräftemessen im Schwingsport im Toggenburg. Am legendären Schwing- und Älplerfest auf der Wolzenalp, welches alle zwei Jahre stattfindet, kämpfen 96 Schwinger aus dem Toggenburg, den Unterverbänden des St.

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Das Schwing- und Älplerfest auf der Krummenau Wolzenalp in der Naturarena ist immer ein würdiger Höhepunkt im Toggenburger Schwingerverband. (Bild: Pascal Schönenberger)

Das Schwing- und Älplerfest auf der Krummenau Wolzenalp in der Naturarena ist immer ein würdiger Höhepunkt im Toggenburger Schwingerverband. (Bild: Pascal Schönenberger)

SCHWINGEN. Am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr kommt es zum letzten Kräftemessen im Schwingsport im Toggenburg. Am legendären Schwing- und Älplerfest auf der Wolzenalp, welches alle zwei Jahre stattfindet, kämpfen 96 Schwinger aus dem Toggenburg, den Unterverbänden des St. Galler Kantonalen Schwingerverbandes und den Gästen aus Zürich und Appenzell am Saisonschluss um den Tagessieg. Das OK unter der Leitung von Mathias Bleiker befindet sich momentan in den letzten Vorbereitungen für das Schwingfest. Der Alpgottesdienst um 10 Uhr ist sogleich auch der Start für einen gemütlichen Abschluss im Toggenburger Schwingerverband. Um 11 Uhr beginnt das Anschwingen in der einzigartigen Naturarena auf der Wolzenalp und der Schlussgang ist um 16.30 Uhr geplant.

Daniel Bösch mit erstem Sieg?

Der Sieg am Schwing- und Älplerfest auf der Wolzenalp fehlt dem NOS-Teamleader Daniel Bösch noch in seiner Sammlung. Sein letzter Auftritt auf der Wolzenalp ist bereits vier Jahre her, da er vor zwei Jahren verletzungsbedingt auf den Start verzichten musste. Nach seiner Rückkehr demonstrierte Bösch in der ganzen Schweiz, dass er zu den stärksten Schwingern im Land gehört, nicht zuletzt am Bergklassiker auf der Schwägalp, welches er für sich entscheiden konnte. Am diesjährigen Schwingfest auf der Wolzenalp ist er somit der grosse Favorit auf den Tagessieg.

Einige in Lauerstellung

Die grössten Widersacher, wenn es um den Tagessieg geht, kommen aus dem eigenen Schwingerverband. Der Uzwiler Eidgenosse Andy Büsser, NOS-Sieger Michael Rhyner und Martin Knechtle aus Ganterschwil könnten als einzige den Wiler bremsen, was jedoch für die drei Routiniers keine leichte Aufgabe werden wird. Für Büsser war der Abschluss der Kranzfestsaison eher harzig verlaufen. Mit dem Kranzverlust auf der Schwägalp zeigte er nicht seine bekannte Leistung und enttäuschte.

Nach dem Sieg am NOS-Schwingfest überzeugte Michael Rhyner mit dem Kranz auf der Rigi erneut. Anschliessend musste er, trotz gutem Notenblatt, seine drei weiteren Kranzfeste ohne Eichenlaub verlassen. Als letzter Toggenburger stand er am Bernisch-Kantonalen an einem Kranzfest im Einsatz, dort fehlte ihm lediglich ein halber Punkt für den Kranzgewinn.

Der vierte im Bunde der Favoriten auf der Wolzenalp heisst Martin Knechtle. Der Turnschwinger vom Schwingclub Flawil erkämpfte sich in dieser Saison drei Kränze und kehrt auf der Wolzenalp nach zwei Wochen Wettkampfpause ins Sägemehl zurück. Der «Schlungg-Spezialist» ist speziell für seine schnellen Konterschwünge bekannt. (pd)