TOGGENBURG: Im Sommer mehr, im Winter weniger Gäste

Die Schweizer Hotellerie hat im vergangenen Jahr 0,3 Prozent weniger Logiernächte verbucht als 2015. In Wildhaus-Alt St. Johann stieg der Wert um 0,26 Prozent an.

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Die Anzahl Logiernächte im Winterhalbjahr nahm in Wildhaus-Alt St. Johann ab. (Bild: Benjamin Manser)

Die Anzahl Logiernächte im Winterhalbjahr nahm in Wildhaus-Alt St. Johann ab. (Bild: Benjamin Manser)

35,5 Millionen Logiernächte zählten die Schweizer Hotels im Jahr 2016. Das sind 0,3 Prozent weniger als 2015. Der Grund dafür ist vor allem ein Rückgang bei den ausländischen Gästen. Touristen aus dem Ausland verbuchten 19,3 Millionen Logiernächte und damit 1,5 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Nach mehreren Jahren ununterbrochenen Wachstums sank die Nachfrage insbesondere der asiatischen Gäste (–3,4 Prozent). Besonders deutlich ging die Zahl der chinesischen Gäste (ohne Hongkong) mit einem Minus von 18,0 Prozent zurück. Bei den inländischen Gästen gab es im vergangenen Jahr dagegen erneut eine Zunahme: Schweizerinnen und Schweizer generierten 16,2 Millionen Logiernächte, was einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zu 2015 entspricht.

2016 gingen die Logiernächte in sieben Monaten zurück. ­Allein im Januar verbuchte die Hotellerie einen Rückgang von 191 000 Logiernächten. Das ist ein Minus von 6,9 Prozent. Im ersten Halbjahr sank die Zahl der Logiernächte um 1 Prozent. Im zweiten Halbjahr stieg die Zahl der Übernachtungen mit einem Plus von 0,4 Prozent leicht an.

Unter den vier St. Galler Tourismusdestinationen wies einzig St. Gallen-Bodensee einen Anstieg der Logiernächtezahlen auf; dieser lag bei fast zehn Prozent. Die anderen drei Destinationen – Toggenburg, Heidiland und Zürichsee – verzeichneten stagnierende oder rückläufige Logiernächtezahlen.

Entgegen dem allgemeinen Trend konnten die Hotelbetrie­- be der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann für das Jahr 2016 ein leichtes Plus von 0,26 Prozent verzeichnen. Im Winterhalbjahr 15/16 waren es mit 41 695 Logiernächten 0,8 Prozent weniger als in der Saison 14/15, im Sommerhalbjahr 2016 mit 48 088 Nächten 0,6 Prozent mehr. (ch/sda)3