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TOGGENBURG: Forderung nach Luchsabschuss

Am Dienstag hat eine Delegation des Jägervereins Toggenburg der Regierung eine Petition zur Regulation des Luchsbestandes im Toggenburg übergeben. Gefordert wird ein markanter Eingriff.
Katharina Rutz
Der Vorstand des Jägervereins Toggenburg mit Christian Schmid (von links), Markus Brändli, Köbi Rutz (Präsident) und Bruno Forrer (ganz rechts) überreichten am Dienstag dem Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements Gildo Da Ros die Petition. (Bild: PD)

Der Vorstand des Jägervereins Toggenburg mit Christian Schmid (von links), Markus Brändli, Köbi Rutz (Präsident) und Bruno Forrer (ganz rechts) überreichten am Dienstag dem Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements Gildo Da Ros die Petition. (Bild: PD)

Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Die Luchspopulation im Kanton St. Gallen ist seit deren Wiederansiedlung im Jahr 2001 stark gewachsen. «In den vergangenen zwölf Monaten wurden in St. Gallen 32 verschiedene Luchse nachgewiesen», schreibt das Amt für Natur, Jagd und Fischerei in seiner Medienmitteilung zur Umsiedlung eines in Nesslau gefangenen Luchsweibchens. Dieses reiste am Donnerstag bereits in den Pfälzerwald in Deutschland (siehe Kasten).

Der hohe Luchsbestand ist auch den Toggenburger Jägerinnen und Jägern ein Dorn im Auge. Deshalb überreichte am Dienstag eine Delegation des Jägervereins Toggenburg die Petition «Regulation der überhöhten Luchsbestände im Toggenburg» dem Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements Gildo Da Ros. Die Petition wurde an der Hauptversammlung des Jägervereins im Februar verabschiedet.

Angemessene jagdliche Nutzung unmöglich

«99 der 105 anwesenden Jägerinnen und Jäger haben die Petition unterschrieben», sagt Köbi Rutz, Präsident des Jägervereins Toggenburg. «Lange blieb der Luchsbestand im Toggenburg auf einem erträglichen Mass, und die Toggenburger Jägerschaft hat mit dem Raubtier gelebt», so Rutz. Doch in den letzten rund drei ­Jahren sei der Bestand zu hoch geworden und verunmögliche eine angemessene jagdliche Nutzung des Reh- und Gamsbestan­des. «Während wir früher bis zu 30 Rehe in unserem Revier in Stein erlegen konnten, ist es heute nur noch rund ein Drittel davon», sagt er. Köbi Rutz bezweifelt, dass die Umsiedlung von ein oder zwei Luchsen aus dem Toggenburg den Bestand genügend reguliert. «Vier bis sechs Luchse sind mindestens zu viel», sagt er.

Gildo Da Ros kann zurzeit keine Stellungnahme zur Petition abgeben. Er müsse diese zuerst der Regierung vorlegen, heisst es auf Anfrage des W&O.

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