TOGGENBURG: Feurige Musik und Messe kombiniert

Ein ökumenisches Chorprojekt führt die Tangomesse von Martin Palmeri in Nesslau und Lichtensteig auf. Das Vorhaben ist von grösserer Dimension.

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Tangomusik kombiniert mit einer Messe? Geht denn das? Die Besucher eines der Konzerte des ökumenischen Chorprojektes können sich davon selbst überzeugen, und zwar am Samstag, 18. November, 20 Uhr in der Evangelischen Kirche Nesslau und am Sonntag, 19. November, um 17 Uhr in der Katholischen Kirche Lichtensteig.

Die beiden Kirchenchöre, die Chorgemeinschaft Lichtensteig-Oberhelfenschwil, der Evangelische Kirchenchor Nesslau, einige Zuzüger und die Chorleiter Max Heinz und Margret Herzog haben das Konzert neben ihren Einsätzen in den Kirchgemeinden über längere Zeit einstudiert. Nun freuen sie sich auf das vielseitige Konzert mit Musik von Martin Palmeri, Astor Piazzolla und Karl Jenkins.

Die «Misa a Buenos Aires» oder auch Tangomesse genannt wurde 1996 erstmals aufgeführt und gehört seither zum Repertoire vieler Chöre in der ganzen Welt. Martin Palmeri (*1965 in Buenos Aires) ist eine wundervolle Synthese aus dem lateinischen Messetext und dem argentinischen Tango gelungen. Dabei verbindet er die melodischen und rhythmischen Merkmale des typischen argentinischen Tangos mit dem choralen Ausdruck der Messe. Die Kombination von Chor, Akkordeon, Klavier, Streicherbesetzung und den intensiven Gesangsteilen des Solosoprans ergeben eine einzigartige Klangfarbe und ungeheure Bandbreite an emotionalen und dramatischen Möglichkeiten.

Von Astor Piazzolla, dessen Nuevo Tango Martin Palmeri stark geprägt hat, wird das innige Ave Maria für Sopran, Akkordeon und Kontrabass erklingen. Mit dem Chorstück Cantilena und Palladio für Streichorchester von Karl Jenkins wird ein weiterer sehr bekannter zeitgenössischer englischer Komponist vorgestellt.

Der 60-köpfige Projektchor wird von jungen Streicherinnen und Streichern des bekannten Wattwiler Jugendorchesters «il mosaico», Thomas Weber am Akkordeon, Max Heinz am Klavier und Johanna Kunz am Kontrabass und Sarah Oechslin-Heinz an der Solovioline begleitet. Sela Bieri ist die Gesangssolistin in den Werken von Palmeri und Piazzol­la. (pd)