Tierquäler wurde in eine ­Klinik eingewiesen

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Hefenhofen Pferdezüchter Ulrich Kesselring darf nicht nach Hause: Er ist fürsorgerisch untergebracht, bestätigt die Kantonspolizei. Am Montag wurde er in Gewahrsam genommen, damit das Veterinäramt die Tiere des 49-Jährigen beschlagnahmen konnte. Die Polizei befragte Kesselring. Aufgrund seiner problematischen Vorgeschichte wurde der Amtsarzt hinzugezogen. Dieser hat nun diese Zwangsmassnahme angeordnet. Der Pferdezüchter kehrt daher nicht nach 24 Stunden aus dem polizeilichen Gewahrsam zurück zu seiner Familie, sondern bleibt bis zu sechs Wochen in einer «geeigneten Einrichtung», beispielsweise einer psychiatrischen Klinik, wie Polizeisprecher Andy Theler auf Anfrage sagt. Kesselring hat zehn Tage Zeit, gegen die für­sorgerische Unterbringung Beschwerde einzulegen. Über das weitere Vorgehen und die Unterbringung Kesselrings entscheidet die Kesb.

Die Staatsanwaltschaft hat derweil formell eine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten eröffnet, wie der stellvertretende Thurgauer Generalstaatsanwalt Stefan Haffter bestätigt. «Die Staatsanwaltschaft hat die Polizei mit weiteren Ermittlungen beauftragt und prüft parallel dazu die Ergebnisse der bisherigen Ermittlungen sorgfältig.» Der Zustand vieler Tiere auf Kesselrings Hof war nicht gut. Allerdings nicht so schlecht, wie auf den Fotos, sagte Kantonstierarzt Paul Witzig vor Ort. (sgt)11