Tiere gehören nicht unter die Tanne

Haustiere brauchen Platz, Futter und Zuneigung – und die Vorschriften für artgerechte Haltung sind streng. Sie als Geschenk an Weihnachten unter den Christbaum zu setzen, macht in den Augen von Fachleuten keinen Sinn.

Corinne Hanselmann
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Die Anschaffung eines Tieres muss gut überlegt sein, egal ob Katze, Hund oder Nager. (Bild: Susy Utzinger)

Die Anschaffung eines Tieres muss gut überlegt sein, egal ob Katze, Hund oder Nager. (Bild: Susy Utzinger)

REGION. Haustiere sind für Kinder wie auch für Erwachsene eine Bereicherung. Aber sie geben auch Arbeit, der Unterhalt kostet und der Halter muss Verantwortung übernehmen. «Ich finde es nicht gut, wenn Tiere zu Weihnachten verschenkt werden», sagt Andrea Wellenzohn, Präsidentin des Tierschutzvereins Region Wartau, ganz klar. «Die Anschaffung eines Tieres muss gut überlegt sein». Was, wenn die beschenkte Person das Tier eigentlich gar nicht will?

Der Tierschutzverein Region Wartau, der eng mit der Katzenstation Buchs zusammenarbeitet, gibt keine Tiere «für unter den Christbaum» ab. «Tatsächlich hatten wir erst kürzlich eine Anfrage für eine Katze, die dann als Weihnachtsgeschenk hätte weitergereicht werden sollen», so Wellenzohn, «das haben wir natürlich abgelehnt». Zusätzlich sei man in den Wochen vor Weihnachten zurückhaltend mit Vermittlungsversuchen und Ausschreibungen in Zeitungen.

«Wenn Kinder ein Tier erhalten, müssen die Eltern zu 100 Prozent dahinterstehen», sagt die Fachfrau. Geeignet seien für Haushalte mit Kindern vor allem Katzen oder Hunde, wobei letztere besonders sorgfältig ausgesucht werden müssen. Vom Kauf von günstigen Welpen aus dem Ausland raten Fachleute dringend ab. Gerade an Nagern wie Meerschweinchen verlieren Kinder oft nach wenigen Wochen die Freude, weil man immer wieder den Käfig sauber machen muss. Ausserdem mögen es diese Tiere nicht besonders, wenn man sie trägt und viel streichelt. Die Arbeit bleibt somit bei den Eltern hängen – oder das Tier leidet darunter.

Als Geschenk für Tierfreunde besser geeignet findet sie Tierbücher oder einen Ausflug zu echten Tieren – etwa in den Zoo.

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