Thurgau zum Bistum St. Gallen?

FRAUENFELD/ST. GALLEN. Die Zugehörigkeit des Thurgaus zum Bistum Basel steht zur Disposition. Alte Pläne der Bischofskonferenz über eine Strukturreform werden jetzt wieder diskutiert. Die Unzufriedenheit der Zürcher Katholiken mit ihrem Bistum Chur bringt Bewegung.

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FRAUENFELD/ST. GALLEN. Die Zugehörigkeit des Thurgaus zum Bistum Basel steht zur Disposition. Alte Pläne der Bischofskonferenz über eine Strukturreform werden jetzt wieder diskutiert. Die Unzufriedenheit der Zürcher Katholiken mit ihrem Bistum Chur bringt Bewegung. Sie haben ihre Forderung nach einem eigenen Bistum im Vatikan deponiert. Damit haben sie auch einen alten Plan aus dem Jahr 1980 wiederbelebt. Der Vorschlag sieht unter anderem die Gründung eines Bistums Zürich vor. Der Thurgau würde dabei zum Bistum St. Gallen stossen.

Angesichts dieser Forderung habe auch die Schweizerische Bischofskonferenz den Plan wieder aus der Schublade geholt, berichtet Radio SRF. Die Katholische Landeskirche Thurgau verfolgt die Entwicklungen noch aus der Ferne. «Wenn sich aber die Gründung eines Bistums Zürich abzuzeichnen beginnt, liegt die Frage auf der Hand, was mit Thurgau und Schaffhausen geschehen soll», sagt Urs Brosi, Generalsekretär der Landeskirche. Und: «Wir leiden nicht daran, dass wir zum Bistum Basel gehören.» Für ihn ist zudem nicht in Stein gemeisselt, dass der Thurgau zum Bistum St. Gallen wechselt. Eine Alternative wäre für Brosi der Anschluss an ein Bistum Zürich. «Der Thurgau ist stärker nach Zürich ausgerichtet als nach St. Gallen.» (cw)