Theater mit Bravour gespielt

An zwei unterhaltsamen Abenden zeigten die Schüler der 3. Sekundarschule Gams, was sie während Wochen geprobt hatten. Mit dem Theaterstück «Vo Rio uf Alaska» von Claudia Gysel überzeugten sie das Publikum im Schulhaus Widem.

Larissa Hoppeler und Philipp Zingg
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Die Schüler brachten den Schwank, der viel Amüsantes für die Zuschauer brachte, mit viel Freude auf die Bühne. (Bild: pd)

Die Schüler brachten den Schwank, der viel Amüsantes für die Zuschauer brachte, mit viel Freude auf die Bühne. (Bild: pd)

GAMS. Das Stück bereitete sowohl den Schauspielern als auch den Zuschauern grossen Spass. Nach langem Einstudieren der Texte absolvierten sie die Aufführungen an den beiden Abenden mit Bravour. «Versucht noch etwas lauter und deutlicher zu sprechen!», sagt Silvia Zogg, die Klassenlehrkraft, in der ersten Pause.

Charaktere gut dargestellt

Das Theaterstück hatte alles, was ein guter Schwank braucht. Es war gefüllt mit amüsanten Dialogen und interessanten Charakteren, die von den Schülern gut dargestellt wurden.

Ort der Handlung: Das grosse Wohnzimmer des Schlosses Falkenstein von Ferdinand Camenzind (Kevin Scherrer) und seiner Frau Polynesia (Sarah Schöb). Mit ihr will Ferdy nach Rio auswandern und ändert deswegen sein Testament. Sie laden alle Erbberechtigten ein, um sie in ihre Pläne einzuweihen. Polynesia ist es wichtig, dass ihr neues Dienstmädchen Mary (Chantal Lippuner) alle Familienmitglieder kennt und niemanden verwechselt. Anschliessend trifft ihr Adoptivsohn Oliver Camenzind (Bryan Hug) gemütlich ein und kennt merkwürdigerweise den Namen des Dienstmädchens.

Freude am Spielen war spürbar

Tochter Sophia Camenzind (Elisabeth Lenherr) ist endlich in einer Beziehung und bringt ihren viel zu jungen Freund Florian Herzig (Denis Wessner) mit. Willi Camenzind (Philipp Zingg), Sohn des Schlossbesitzers, und seine Frau Laura (Nadine Eggenberger) sind wenig begeistert von Ferdys Idee, das Testament zu ändern. Brigit Camenzind (Lisa Derungs) kommt direkt aus New York und stellt sich als wohlhabende «Tripgit» vor. Mitten im Geschehen wird Ferdy entführt. Ihr neuer Gärtner Martin (Manuel Scherrer) kommt oft bei unpassenden Augenblicken und macht sich mit seiner komplizierten Art bei der Familie Camenzind negativ bemerkbar.

Besonders an der zweiten Aufführung am Samstagabend spürte man die Freude der Akteure am Theaterspielen. Das Publikum verdankte die hervorragende Leistung mit grossem Applaus.